Das große Ganze

Es war gerade mal eine halbe Stunde gespielt zwischen dem VfB Stuttgart und den Gästen aus Hoffenheim, als es zum Schwur kam. Der VfB führte, hatte also in der virtuellen Tabelle gerade Rang sieben erklommen, der mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zur Teilnahme an der Qualifikation zum Europapokal berechtigt, als das vertraute Geräusch ertönte, das einen Treffer auf einem der anderen Plätze ankündigt, derer es in diesem Fall reichlich gab. Also anderer Plätze, vorletzter Spieltag, Sie wissen schon. Ob viele Tore fielen, weiß ich jetzt gar nicht so recht.

Beim VfB Stuttgart hält man es in solchen Fällen für eine gute Idee, sei es, um die Spannung zu erhöhen, sei es, um die Sponsoren angemessen ausführlich ins Bild zu rücken, sei es, um die Zuschauer etwas länger vom Geschehen auf dem Rasen abzulenken, in mehreren Schritten vorzugehen und zunächst nur die Wappen der beiden Vereine einzublenden, ehe man nach einem imaginären Trommelwirbel den aktuellen, neuen Spielstand anzeigt. Im vorliegenden Fall erschienen die Wappen der Eintracht aus Frankfurt und des Hamburger SV auf der Tafel, es ging also um das Spiel des unmittelbaren Tabellennachbarn, mithin des Wettbewerbers um den oben angesprochenen Qualifikationsplatz für den Europapokal.

Mir war klar, dass ein nennenswerter Anteil der Stuttgarter Anhänger zwar kurz zuvor minutenlang das Hohelied auf den Europapokal! Europapokal! gesungen hatte, der mit einer Qualifikation einhergehenden zusätzlichen Belastung indes eher zurückhaltend gegenüberstand. Einerseits. Andererseits ging es ja um einen besseren Tabellenplatz, und wie oft haben wir gelesen, und welcher Fußballfan wäre heutzutage dafür nicht empfänglich, dass jede Platzierung, um die man besser abschneidet, bares Geld wert sei, und so wäre selbstverständlich ein Tor gegen die Eintracht, und jetzt kulminiert der Trommelwirbel, und zack:

1:0. Für Frankfurt. Nicht mehr Geld. Kein Europapokal. Und: Jubel. Nicht überall, aber doch verbreitet. Ok, kein europapokalberauschter Abstiegskampf, vielleicht. Trotzdem. Was ist da los?

Nun, der gemeinen Leserin brauche ich nichts vorzumachen, natürlich kennt sie längst den Grund: Es geht um etwas Größeres, da kann so ein mickriges Plätzchen in der Tabelle nicht gegen anstinken, es geht um nicht mehr und nicht weniger als – einige Umstehende lassen keinen Zweifel daran – den Abstieg des HSV. Das große Ganze. Und ja, das ist quasi ein Zitat.

Kurz bin ich fast geneigt, jenen HSV-Fans Abbitte zu leisten, denen ich im Lauf der Jahre einen ausgeprägten Verfolgungswahn unterstellt hatte ob ihrer Überzeugung, alle wollten dem HSV nur Schlechtes, kann dann aber doch nicht so weit gehen. Aber fasziniert, ja, das bin ich. Siebter oder Achter, Sechster oder vielleicht auch noch Neunter, ach, das ist doch einerlei, Hauptsache, der HSV geht endlich runter! Nun denn, jeder so, wie er mag. Mit besten Grüßen an Udo Jürgens.

Tatsächlich gewann Frankfurt am Ende, der VfB auch, Neunter wird man also nicht mehr, und Platz sechs ist in der Theorie auch noch drin, und ich kann kaum nicht adäquat in Worte fassen, welchen Spaß mir dieses Spiel bereitet hat. Gegen eine Mannschaft aus Hoffenheim, die phasenweise sehr eindrucksvoll darlegte, wieso sie in der Tabelle da steht, wo sie steht, nämlich ziemlich weit vorne, und weshalb sie speziell in den letzten Wochen verdammt viele Punkte geholt hatte.

Eine Mannschaft, die nach zwanzig Minuten mit etwas mehr Glück und ohne Übertreibung 4:0 hätte führen können, wenn jenes Glück nicht vielmehr auf Seiten der Stuttgarter gewesen wäre. Dann ging der VfB in Führung, eher gekonnt als glücklich, und fortan brauchte er zunächst einmal gar kein Glück mehr, später nochmal ein bisschen, aber nie mehr so wie zu Beginn, und irgendwie wirkte dann auch das durchaus gekonnt.

Kann man anders sehen, wie ich der einen oder anderen Äußerung nach dem Spiel entnahm, von B-Noten gar nicht zu reden, aber eigentlich geht’s ja auch mir eher so ums große Ganze. Den Fußball im Allgemeinen, die Bundesliga im Besonderen, und ja, das mag schon damit zu tun haben, dass die Ergebnisse des VfB seit Wochen so irrelevant waren wie seit Jahren nicht. Das Thema Abstieg war durch, unabhängig von rechnerischen Spitzfindigkeiten, und so nahm ich die sonstigen Schlagzeilen rund um die Liga möglicherweise etwas intensiver wahr. Von denen wir alle wissen, dass sie sehr ungleich verteilt waren, und zwar zugunsten der, Trommelwirbel, Schiedsrichter.

Das lag an vielerlei Dingen und Akteuren. An den Medien, klar, an Spielern und Trainern, am vielerorts und in diesem Text der Einfachheit halber auch hier gerne mal so genannten Videobeweis per se, am DFB und dem IFAB, am einen oder anderen Videoassistenten (w/m), an der Sportgerichtsbarkeit, an technischen Unzulänglichkeiten und ein bisschen auch an den Schiedsrichtern selbst.

Der VAR. Es ist ja fast alles über ihn geschrieben, im Guten wie – deutlich häufiger – im Schlechten, wie es halt so ist. Vor einigen Wochen schrieb ich bei Twitter folgendes:

In Teilen hatte ich das fast wortgleich auch schon ein Dreivierteljahr zuvor geschrieben, und so gilt es auch weiterhin. Klar kann man entgegnen, dass er keinen Spaß zu machen braucht, dass – wie ein sehr geschätzter Mittwitternder bemerkte – der “Kringel am Strafraum, der 9,15-Abstand vom Elferpunkt markiert”, auch keinen Spaß macht. Stimmt. Aber er verdirbt ihn mir auch nicht. Beim Videobeweis ist das manchmal anders. Wenn ich im Stadion nicht weiß, was los ist, wenn ich vor dem Fernseher über die Auslegung des berühmten klaren Fehlers oder die den Videoassistenten gesetzten Grenzen sinniere, wenn vermeintliche Experten ohne jene Ahnung über den Videobeweis fachfremdsimpeln, was natürlich nicht in erster Linie dessen Schuld ist, wenn Twitter oder dessen Pendant fern der Tastatur anlässlich einer VAR-beeinflussten Entscheidung durchdreht, und nicht zuletzt dann, wenn diejenigen, die sachlich und mit der sprichwörtlichen Engelsgeduld zu erklären versuchen, wieso eine Entscheidung so getroffen worden sein könnte, wie sie eben getroffen wurde, in gänzlich inakzeptabler Art und Weise attackiert werden. Ja, natürlich schaue ich Euch an, @collinaserben. Und die anderen, also die mit der vergessenen Kinderstube.

Einiges von dem, was ich grade ansprach, hat nur mittelbar mit dem Videobeweis zu tun. Natürlich würde ich diese Aspekte nicht als Argument gegen den VAR-Einsatz anführen. Und doch sind es auch diese Begleiterscheinungen, die eben dazu führen, dass er mir keinen Spaß macht.

Ob er den Schiedsrichtern Spaß macht? Ich weiß es nicht. Was ich zu wissen glaube, ist, dass er die Schiris mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert hat, auf die sie nach meiner Wahrnehmung nicht hinreichend vorbereitet waren. Die neue Komplexität der Entscheidungsfindung dürfte zumindest ihren Anteil daran gehabt haben, dass erfahrene Schiedsrichter ganz grundlegende Dinge falsch gemacht haben, Dinge, tatsächliche Regelverstöße, von denen ich glaube, dass sie ihnen ohne Videobeweis nie unterlaufen wären.

Wie zu Saisonbeginn in Dortmund, als mit Dr. Felix Brych am Bildschirm und Patrick Ittrich auf dem Feld wahrlich keine Grünschnäbel am Werk waren und doch Grundregeln des Spiels verletzten, indem sie ein Tor nachträglich anerkannten, obwohl die Situation zuvor abgepfiffen worden war. Dass dem nicht so sein darf, weiß Patrick Ittrich mit Sicherheit auch zu Zeiten, zu denen man normalerweise Olaf Thon für einen Elfmeter aufweckt.

Genau wie sich Guido Winkmann zweifellos darüber im Klaren ist, dass er keine Entscheidung mehr revidieren kann, nachdem er das Spielfeld zur Pause verlassen hat. Wenn, ja wenn er sich nicht in einer Situation befände, die in all seinen Jahren als Schiedsrichter so nicht vorkommen konnte und auf die er vermutlich nicht adäquat vorbereitet werden konnte.

Ich hätte es sehr gerne gesehen, wenn einer der beiden in den genannten Fällen benachteiligten Vereine, der 1. FC Köln oder der SC Freiburg, die jeweilige Situation sportgerichtlich hätte klären lassen. Aus dem niederen Beweggrund, dass ich dem DFB eine krachende Niederlage von Herzen gegönnt hätte, und aus der etwas konstruktiveren Überlegung heraus, dass die öffentlich notwendige Einsicht in die eigene Fehlbarkeit den Verband auf dem Weg zu einem weniger selbstgefälligen Duktus hätte unterstützen können.

Ja, zur Kommunikation im Kontext des Videobeweises ist im Grunde alles gesagt. Transparenz, zudem Transparenz, dazu ein bisschen Transparenz, gerne ergänzt um etwas mehr Demut und etwas weniger “Ich erklär’s mal”. Und vielleicht, ganz vielleicht, das wäre der Punkt, der mir beim Thema Sportgerichtsbarkeit einfällt, wäre ein bisschen mehr Anstand nicht schlecht. Für die Chuzpe, mit der man unmittelbar nach dem Winkmann-Steinhaus-Elfmeter gegen Freiburg das Vorgehen des Schiedsrichters als regelgerecht darstellte, und das spätere partielle Zurückrudern, wohlgemerkt nach Ablauf der Einspruchsfrist, suche ich seit Wochen nach Worten. Bis dato schwanke ich noch immer zwischen schäbig und infam.

Da überrascht es dann auch gar nicht mehr, wenn sich in einer nicht annähernd so gravierenden Angelegenheit, dem Platzverweis von Santiago Ascacíbar gegen Hoffenheim und der folgenden Geldstrafe ob seines Verhaltens beim Verlassen des Spielfelds, der VfB Stuttgart bemüßigt fühlt, dem Verband leidlich verklausuliert Drohgebärden zu unterstellen: “… weil uns von Seiten des DFB explizit mitgeteilt wurde, dass ‚in einer eventuellen mündlichen Verhandlung die Frage einer zusätzlichen Sperre zu erörtern sei‘.”

Und dann war da ja noch die Causa Petersen. Oder die Causa Stieler, wenn man so möchte. Ein Novum in vielerlei Hinsicht. Was mir, der ich gedanklich in meiner Welt als langjähriger Spieler und so gut wie nie Schiedsrichter verhaftet bin, enorm gut gefallen hat, war die Entscheidung, die Aussagen des Schiedsrichters nicht mehr als sakrosankt hinzunehmen, sondern auf Basis anderer Quellen und Indizien einfach mal zu sagen, dass der Spieler recht hatte. Oder ihm zumindest nicht guten Gewissens eine Lüge unterstellt werden konnte. Dass ich letztere für wahrscheinlich halte, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn dann in ein paar Jahren herauskommen sollte, dass die rasch herbeikonstruierten Fälle, in denen Spieler künftig nicht nur, wie es seit Jahrzehnten allerorten auf Fußballplätzen geschieht, dem Schiedsrichter ostentativ den Rücken zukehren, wenn sie verwarnt werden, sondern in denen sie damit, oder gar mit aktivem Wegrennen, tatsächlich eine regelgerechte Verwarnung umgehen können, seit diesem Vorfall exponentiell (oder auch nur linear) angestiegen sein werden, überdenke ich meine Position. Bis dahin aber freue ich mich einfach darüber, dass sich auch einmal ein Spieler erfolgreich zur Wehr setzen konnte. Und ja, ich denke in diesem Moment auch an kolportierte Beleidigungen von Schiedsrichtern gegenüber Spielern, gegen die es keine Handhabe gab.

Weiter oben sprach ich von Argumenten gegen den VAR, die man vorbringen könne oder auch nicht. Das ist natürlich völlig irrelevant. Das Thema Argumente ist durch, seitdem das IFAB die Testphase für beendet erklärt und ihn in die offiziellen Regeln aufgenommen hat. Zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht einmal das grundlegende Handwerkszeug für einen der typischsten und im Grundsatz mit am besten für den VAR-Einsatz geeigneten Anwendungsfälle vorliegt: die zu trauriger Berühmtheit gekommenen kalibrierten Linien für Abseitsentscheidungen. Deren Verfügbarkeit den einen Videoassistenten anficht, den anderen nicht. Oder den einen mal nicht und mal schon, es menschelt, natürlich.

Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie das IFAB, das in der Vergangenheit nicht immer dafür bekannt war, Entscheidungen übers Knie zu brechen, dem man mitunter gar unterstellte, eben nicht mit der Realität Schritt zu halten, diese Entscheidung treffen konnte. Es wäre ein Leichtes gewesen, die Testphase auszudehnen und sich das Ganze noch etwas länger anzusehen, dann auch inklusive Handwerkszeug, ehe man Nägel mit Köpfen macht. Dass man dem entgegnen kann, die Entscheidung sei ohnehin von Anfang an klar gewesen, die Evaluierung nicht mehr als ein Feigenblatt, ist mir klar.

Ganz subjektiv kommt erschwerend hinzu, dass ich mich nun in der unglücklichen Situation befinde, die Uefa, die sich dem Einsatz des VAR in der Champions League weiterhin verwehrt, in diesem Kontext als Inbegriff rationalen Handelns betrachten zu müssen, als diejenigen, die erst das ganze, funktionierende Bild vor Augen haben wollen, ehe sie die Spieler und Schiedsrichter damit konfrontieren. Irgendwo in meiner Erinnerung tauchen Fragmente aus jener Zeit auf, als Supermärkte begannen, mit Scannerkassen zu experimentieren, und dabei zunächst manches schiefging. Bei allen, außer bei denen, die sich auf den Tag vorbereiteten, an dem die Technik ausgereift und verlässlich sein würde, und vielleicht bereitet mir der Gedanke an die Champions League als den Aldi unter den Fußballwettbewerben ein gewisses Vergnügen.

Oh, wo ich grade dabei bin: das IFAB und die Schiedsrichter. In den letzten Jahren hat ein Begriff Eingang in den Fußball-Diskurs gefunden, den die meisten von uns ohne Collinas Erben nie kennengelernt hätten: die Taktik des Schiedsrichters. Ein Begriff, über den man zunächst stolpert, der aber sehr wohl sinnvoll erscheint, bzw. die Idee dahinter. Es ist legitim, dass sich die Schiedsrichterin das Leben, zumindest aber das Spiel, nicht unnötig schwer macht, indem sie ihre Spielräume beispielsweise durch einen früh im Spiel zwar möglichen, aber für den Fortgang der Partie sehr herausfordernd gesetzten Ton zu sehr einschränkt. Was ich sagen will: Es ist aus meiner Sicht ok, sich selbst keine Steine in den Weg zu legen, wo sie nicht notwendig sind.

Ob das IFAB das im Sinne der Schiedsrichter auch so sieht, weiß ich nicht. Kürzlich las ich von folgender Klarstellung durch das Gremium: „Bei der Beurteilung einer Abseitsstellung ist der erste Kontakt beim Spielen oder Berühren des Balls entscheidend.” Mal ganz davon abgesehen, dass diese Differenzierung für die meisten Beobachter wie Kai aus der Kiste gekommen sein dürfte: Warum? Warum so schwierig, so uneindeutig?

Es kommt nicht von ungefähr, dass – so ich Collias Erben recht verstanden habe – Dr. Markus Merk einer der ersten war, der auf Situationen hinwies, in denen der Ball vergleichsweise lange berührt wird, so zum Beispiel, wenn die Spielerin den Fuß auf den Ball stellt und ihn dann in einer fließenden Bewegung mit der Sohle weiterleitet. Wird dem Videoassistenten dann die – nicht erwünschte – detektivische Arbeit zufallen, zu prüfen, ob es sich wirklich nur um eine Ballberührung handelte oder ob der Kontakt möglicherweise im Zuge der Aktion kurzzeitig abgebrochen war, sodass der erste Kontakt beim tatsächlichen Spielen des Balles in Wahrheit erst viel später eintrat?

Wäre es nicht klug gewesen, hier aus taktischen Erwägungen den wesentlich eindeutiger zu bestimmenden Moment als entscheidend zu betrachten, nämlich den, in dem der Fuß den Ball zuletzt berührt, letzterer ersteren also verlassen hat, unabhängig davon, wie lange der Kontakt dauerte? Ich könnte dem einiges abgewinnen, aber vielleicht ist das auch viel zu einfach gedacht.

Ach, genug. Ich wünsche mir, dass in den nächsten Tagen, wenn die Entscheidung über die Abschlusstabelle der Bundesliga gefallen sein wird, die Schiedsrichter im Allgemeinen und ihre Videoassistenten im Speziellen in der Öffentlichkeit nur eine Nebenrolle spielen werden, mal abgesehen von den allfälligen Verschwörungstheoretikern welcher Couleur auch immer und von den sonstigen üblichen Verdächtigen.

Und ich freue mich, den Spieltag entspannt verfolgen zu können. Ohne irgendeinen höheren Zweck, den ich gerne verwirklicht sähe. Wenn der Hamburger SV absteigen sollte, dann wird er es sich ebenso erarbeitet haben wie jeder andere mögliche Absteiger. Ich hätte sicherlich meine Schwierigkeiten, mich daran zu gewöhnen.

Was ich allerdings nicht erleben möchte, ist eine verlorene Relegation des Bundesligisten, der dann wegen einer verweigerten Kieler Lizenz oben bliebe. Auch wenn es zum Beispiel ganz hübsch in das gängige HSV-Narrativ passen würde.