zweiundzwanzig/zwanzigsiebzehn

Wir sahen zu und dachten nur: Au Backe!
Wie sie ihn frech in beide Hände nahm,
war nicht zu fassen, gradezu infam,
und noch dazu aus Imagegründen kacke.

Sie hielt ihn in der Hand, verdammte Hacke!
Ganz selbstverständlich, ohne jede Scham.
Man fragt sich, welcher Drang sie überkam,
dass sie das Ding auf diese Weise packe.

Ach Leser(in), nun schimpf doch nicht so laut,
tu nicht entsetzt Dein Missvergnügen kund:
das Motto sei “verkackt” und nicht “versaut” –
was sie in Händen hielt, war schließlich rund!

Von Gaal kam nichts – hat wohl nicht hingeschaut
und nahm die Pfeife gar nicht in den Mund.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider öfter mal), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

28 Gedanken zu „zweiundzwanzig/zwanzigsiebzehn

  1. Frauenfußball-WM. 2011. Eine Abwehrspielerin der Fußballmacht Äquatorialguinea überreicht ihrer Torfrau den Ball mit der Hand, obwohl das Spiel nicht unterbrochen war. Und die Schiedsrichterin pfeift keinen Elfmeter… Wer hat’s eigentlich verkackt hier? Die Spielerin? Die Unparteiische? Der Trainer der Afrikanerinnen, Stichwort Regelkunde? Die FIFA, die wegen falsch verstandener Gleichstellungsbestrebungen auch Schiedsrichterinnen eingesetzt hat, die eigentlich noch nicht reif für das Turnier waren?

    Ich sag mal: alle. Vollständiges Versagen auf allen Ebenen, immer schön zu beobachten vom Sofa aus. V.a. wenn man sich in der Rolle des alten Vorkriegsgrantlers gefällt 🙂

  2. Dieses Mal handelt es sich um Bruna, die 2011 bei der Frauen WM im Spiel Äquatorial Guinea gegen Australien gefühlte minutenlang in den Händen hielt. Im Strafraum. Als Feldspielerin.
    Ich gebe zu den Namen musste ich googlen.

  3. Tja, wer hat es hier verkackt, die Spielerin oder die Schiedsrichterin? Irgendwie ja beide…

    Ich dachte schon nach den ersten Zeilen an ein Spiel, dass ich im Fernsehen verfolgte; Frauen Fußball WM 2011 in Deutschland, Vorrunde, Australien gegen ein Team des Kontinentalverbandes Afrika.
    Eine Spielerin hält im eigenen Strafraum einen vom Pfosten zurückspringenden Ball lange fest, der fällige Pfiff bleibt aus….

  4. Na, mit VAR hätte es das nicht gegeben, oder? 😀
    Fußball WM der Frauen 2011: Beim Spiel Australien – Äquatorialguinea übersah die Schiedsrichterin Gaal ein – wie heißt es so schön – ‚klares‘ Handspiel und verweigerte Australien den Elfmeter.

    Da der Advent sich dem Ende entgegen neigt und ich nicht weiß, ob ich morgen und übermorgen Zeit oder Lösungen finde, schon heute ein riesengroßes Lob und ein noch größeres ‚Dankeschön‘. Die Rätsel versüßten mir den Dezember!

  5. Das werde ich nie vergessen. Frauen WM 2011 in Deutschland. Australien gegen Äquatorial Guinea. Nach einem Angriff der gegnerischen Mannschaft nimmt eine Afrikanerin im eigenen Strafraum einfach für ein paar Sekunden den Ball in die Hand. Verkackt? Nö, denn sie kommt ja damit durch. Die Schiedsrichterin (Ich nehme mal an die Dame heißt Gaal) will nicht gesehen haben, was im Stadion und am TV Gerät jeder sah. Peinliche und sehr kuriose Situation.

  6. Was hält sie in der Hand? Etwas Rundes, wohl einen Ball. Im Sport sehr normal, wozu also die Aufregung? Nun ja, im Fußball sollte man das nicht tun, zumindest wenn man nicht Torhüterin ist. Erst recht nicht im eigenen Sechzehner. Tat sie aber doch, auch noch bei der Fußball-WM. Elfmeter gab es jedoch nicht, weil die Schiedsrichterin, Frau Gaal, vermutlich so perplex war wie alle anderen.

    Australien – Äq. Guinea, Frauen-WM 2011.

  7. Wenn ich schon mal die Antwort weiß,
    antworte ich in Reimen.
    Normalerweise weiß ich ’nen Scheiß,
    drum gilt’s nun sich einzuschleimen.

    Eine Spielerin aus Äquatorialguinea,
    (was reimt sich zur Hölle bitte darauf?),
    griff im eig’nen Strafraum sich das Leder,
    und alle feixten schon,
    „Das gibt Elfmeda!“
    Doch durch das Stadion ging ein Raunen,
    denn zu allseits größtmöglichem Erstaunen,
    pfiff Schiedsrichterin Gyoengyi Gaal,
    (Okay, ich geb’s auf.)
    nix.

  8. Wie gestern: die Szene noch vor Augen. Frauenfussball, eine Spielerin nimmt einen Abpraller in die Hand. Und die Schiedsrichterin pfeift nicht. Aber wann, wer und wo? Google verrät: WM 2011, Australien gegen Äquatorial-Guinea. Die Spielerin hieß Bruma. (Kompliment an alle, die das ohne Googeln im Kopf hatten).
    Google verweist auch noch auf eine ähnliche Szene: U20-WM 2010 Frauen Halbfinale Deutschland gegen Südkorea. Da gab es zwar Elfmeter aber erst nach Protesten und Befragung der Assistentin.

  9. Also. Hier tauchen ja manchmal Sachen auf, an die kann man sich im Detail erinnern. Und damit meist sogar an (fast) alle beteiligten Personen. Manchmal tauchen hier aber auch Sachen auf, die irgendwann in digitalen Schnipseln an mir vorbeigeflogen sind, ein müdes oder auch waches Lächeln hervorriefen und dann weiterziehen, ohne prägenden Eindruck zu hinterlassen, so dass ich, wenn es sich dann auch noch um einen Namen wie Gyoengyi Gaal handelt und es bei dem gesuchten Verkacken vermutlich um das von eben jener Schiedsrichterin Gaal aus Ungarn nicht geahndete stundenlange Handspiel einer Dame namens Bruna aus Äquatorial Guinea im Spiel gegen Australien bei der Frauen Fußball-WM 2011 geht, ehrlich zugeben kann: Das hat alles google für mich gewusst. Ich habe die Fakten nur noch in einen Schachtelsatz packen müssen.

  10. Leider fehlen mir heute Zeit und Muße, krampfhaft nach Reimwörtern für die Namen Gyoengyi Gaal und Bruna zu suchen. Aber die Szene von der Frauen-WM 2011, um die es geht, hab ich noch gut vor Augen. Ein schönes Beispiel dafür, womit man so durchkommt, wenn man nur ausstrahlt, es sei das Selbstverständlichste von der Welt, was man gerade macht.

    Oder doch noch schnell einen Reim:
    Mich packt das Graun, ich zitter wie ein Aal
    denk ich ans Schiedsrichtern von Gyoengyi Gaal.

  11. Sind wir nicht alle ein bisschen Bruna? Dabei muss ja gelten: Du Pfosten, Guinea mit der Hand zum Ball! Das tat sie doch, und Gyoengyi, welch ein Name, war eine Pfeife ohne Pfiff. Sie hatte nachher die Qual der Gaal. Sie sollte wohl mal zum Äqua-Tutorial gehen.
    Gewusst. Sofort! Das ist schade für die Mitratefrau, aber auch unfair: Ich habe damals live darüber geschrie(be)n. Zum Trost schenke ich ihr ein Malabo.

  12. Oh, dann darf ich jetzt wieder nicht lösen, weil ich „persönlich beteiligt“ war?

    Ich saß zusammen mit @stadioncheck, @torstenwieland und dem großen „janus“ im Ruhrstadion, als das geschah. Es geschah in unserer Hälfte, wir sahen es alle mit eigenen Augen und zwar unzweifelhaft eindeutig.

    Eine groteskere Szene hab ich in beiderlei Hinsicht noch nie in einem Profistadion gesehen, höchstens mal im Schulsport – dass eine Spielerin mitten im nicht unterbrochenen Spiel den Ball in die Hand nimmt, auch noch im eigenen Strafraum, nicht für einen Bruchteil einer Sekunde, sondern deutlich über eine Sekunde lang, und dass die armen Schiedsrichterinnen das völlig übersehen (alle vier), während das ganze Stadion den Atem anhält ob so viel Hanebüchenem.

    So geschehen und so gesehen beim Spiel der Frauen-WM 2011 in Deutschland bei der Partie Äquatorial-Guinea gegen Australien. Die Schiedsrichterin Gaal stammte anders als ihr Namensvetter mit dem „van“ davor aus Ungarn. Man fragt sich natürlich, was hernach aus ihrer Karriere geworden ist, weiß es aber nicht. Den Namen der Handballerin aus Äquatorial-Guinea weiß ich nicht mehr, google ich jetzt aber auch nicht. Australien gewann dennoch 3:2, etwa 12.000 Zuschauer bei dieser Partie in Bochum. Inklusive vier Fußballbloggern.

    Zählt es diesmal, werter heinz?

    (Wenn mich nicht alles täuscht, hieß die vierte Schiedsrichterin bei diesem Spiel, welche ebenfalls nichts bemerkte, Bibiana Steinhaus …)

  13. Auch heute musste ich passen, ergo googeln.
    In dem Maße wie ich Shorttrack missachte, meide ich üblicherweise Frauenfussball – Mea Culpa. Selber schuld, denn die Szene is großartig. Wie Frau Bruna sich den Ball schnappt und dann ganz unschuldig wieder fallen läßt. Die Torhüterin ihn aufnimmt und wegrennt. Die Australischen Spielerinnen staunen Bauklötze.

    Auch heute wieder Danke für das illustre Türchen.

  14. Australien gegen… irgendein Afrikanisches Land, Frauen Fußball WM 2011 in Deutschland.
    Die Schiedsrichterin und die Assistenten übersehen ein absichtliches Handspiel, das in jeder Interpretation des Regelwerks allein schon wegen der Dauer eins ist. Australien hat aber glaub ich trotzdem gewonnen.

  15. Vermutlich nimmt eine Spielerin unerlaubt einen Ball in die Hand. Kann Hockey sein, kann Fußball sein. Der Schiedsrichter (Gaal?) sieht es aber nicht, denn der Pfiff bleibt aus. Hier ist für mich Endstation, Herr Kamke.
    Die Suchmaschine spuckt es allerdings flott aus. Fußball, Weltmeisterschaft der Frauen. Die ungarische Schiedsrichterin Gyoengyi Gaal (von Gaal, nicht van Gaal – da haben Sie doch absichtlich Verwirrung stiften wollen) sieht nicht wie in der Partie Äquatorialguinea gegen Australien eine Äquatorialguineerin (korrigieren Sie mich gerne) den Ball fängt und eine Weile in der Hand hält.

  16. Schon wieder keine Ahnung. Gaal lässt ja auf Fußball schließen (zumindest hat der einzige Gaal der mir einfällt damit zu tun) , doch ist er meines Wissens nach ja im Herrenbereich unterwegs, aber als Trainer, warum er (?) also deswegen eine Pfeife in den Mund nehmen sollte (selbst wenn es ums Rauchen, nicht ums Trillern ginge) erschließt sich mir nicht.

    Ich warte wieder auf die einfachen Sachen, zum Rumtönen und selbst verkacken.

  17. Frauenfußball, Handspiel… da war mal was. Genauer konnte ich es aber nicht greifen.
    „Backe“ brachte mich fälschlicherweise erst kurz auf Handball, aber da dort „in die Hand nehmen“ ja eher nicht verboten ist, verwarf ich das schnell wieder.

    „Gaal“ und „Ball in beide Hände“ brachte mich dann per Google zur Lösung und zu eben jenem Handspiel, welches ich dunkel in Erinnerung hatte und welches (dies hatte ich verdrängt) eben nicht gepfiffen wurde, von eben jener Schiedsrichterin namens Gaal, beim Spiel zwischen Australien und Äquatorialguinea.

  18. Fußballweltmeisterschaft der Frauen in Deutschland 2011.
    Im Spiel Äquatorial-Guinea gegen Australien nimmt eine Abwehrspielerin den Ball völlig entspannt in die Hand und nichts passiert…

  19. Ganz kriege ich das nicht mehr zusammen: Frauen-(Heim)-WM, Australien gegen irgendeine afrikanische Mannschaft. Eine Spielerin fängt den Ball, hält ihn fest, aber die Schiedsrichterin pfeift nicht… Was Van Gaal damit zu tun hat, keine Ahnung – vielleicht hiess die Pfeifenfrau so…

  20. Ihr Lieben, es ist spät, der Tag war lang, hinter dem morgigen Türchen herrscht Leere, ich habe noch zu tun und bleibe kurz.

    Schön, dass Ihr das heute – wie immer – auch ohne mich hinbekommen habt. Und in der Tat haben wohl einige, wie vermutet, bereits nach wenigen Zeilen Bescheid gewusst, während andere, was mich schon eher überrascht, keine Ahnung hatten, worum es geht. Inklusive hübscher Lösungen.

    Ich hab ein bisschen an der Form geschraubt. 3 Quartette und ein Couplet, klassische englische Form, ohne aber das Reimschema anzupassen. Wir werden es verkraften, der Zweizeiler drängte sich inhaltlich auf. Was eine freundliche Umschreibung dafür ist, dass es einfach nicht lief.

    Erste beiden Quartette: Eine Frau nahm einen Ball in beide Hände, was überraschte. Und es war dem Image ihrer Sportart nicht zwingend zuträglich. Von einer zweiten Bedeutungsebene weiß ich nichts.

    Im dritten Quartett kommt dann wenigstens ein bisschen was Habhaftes: das “Ding” ist rund. Vermuten wir mal nicht so kompliziert, dass es ein Ball ist. Und wenn es infam ist, ihn in die Hand zu nehmen, gar mit beiden Händen zu greifen, könnte man es wohl mit Fußball zu tun haben. Und Frauen.

    Weil es da zwei bekannte einschlägige Situationen gibt (ein paar Leute haben die zweite Option genannt, auch eine schöne Szene), galt es, noch einen eindeutigen Hinweis einzubauen. Erster Gedanke, natürlich: #erika, aber das war ein reines Twitterphänomen. Alternativ: Maskottchen Karla Kick, wer erinnert sich nicht?! Letztlich entschied ich mich im “heroic couplet” standesgemäß für die Schiedsrichterin, Frau Gaal aus Ungarn, auch weil ich mir in der Tat, @marktwain64 hat mich durchschaut, eine gewisse van-Gaal-Verwirrung erhoffte – was bei dieser Lesendenschaft aber kaum gelingt. In einer früheren Version war es keine Pfeife, sondern ein “Ding”, das sie hätte in den Mu … ach, lassen wir das.

    WM 2011, absurdes Handspiel von Bruna aus Äquatorialguinea gegen Australien. Eine genauere Schilderung gibt es im Kommentar von Herrn Baade, der vor Ort war.

    @alle: Vielen herzlichen Dank, dass Ihr Euch auch heute die Zeit genommen und nicht nur gelöst, sondern auch ausführlich kommentiert habt. Und explizit herzlichen Dank an @Vicky für die verbalen Blumen, hat mich sehr gefreut.

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