sechzehn/zwanzigsiebzehn

Er traf halt nicht, statt locker einzuschieben.
Doch sah man ob der Größe des Events
den Auswuchs einer kleinen Flatulenz:
Ich find “verkackt” ein bisschen übertrieben.

Die Gäste aus Europa (vulgo: hüben)
beklagten in der Hitze des Moments
den kriegerischen Style der Konkurrenz.
Man mochte allen sagen: Sportsgeist üben!

Der Showdown war zwei Herren vorbehalten,
die an der Küste als gemäßigt galten.
Dem Europäer war der Krieg ein schnurzer.

Er hat dem Ami einen Ball geschenkt,
den Blick dann auf den eigenen gelenkt:
Verkackt. Nun ja – es war gewiss kein Kurzer.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider öfter mal), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

24 Gedanken zu „sechzehn/zwanzigsiebzehn

  1. Frank Mill.

    Ach nein. Doch Golf. Ryder Cup. Wann haben die USA knapp zuhause gewonnen? 1999. 17th Green incident.

    Hatte nur in dunkler Erinnerung, dass da mal was war, aber keine Details mehr im Kopf. Diesmal musste Wikipedia helfen.

    Verkackt hat aber nicht Olazabal, sondern das Team USA.

    Hast Du heute den Falschen beschrieben?

    (Fehlstart Nr. 2 für mich, jetzt muss ich aufpassen…)

  2. Es war mal ein Mann aus Anhausen,
    der kriegte beim Putten das Sausen –
    der Ball ging vorbei.
    Ein großes Geschrei
    beim Gegner erhob sich als Brausen.

    Bernhard Langer und der letzte Putt beim Ryder Cup. Bin zu faul, nachzusehen, in welchem Jahr das war. Gewonnen hat er den Cup ja dennoch einige Male, glaube ich, sogar als Kapitän.

  3. Deine sieben neuen Informatiker haben ganze Arbeit geleistet…

    Ich nehme an, es geht um den Ryder Cup. Ich habe aber keine Erinnerung an ein Ereignis, das auf die Beschreibung passen würde.

  4. Kiawah Island 1991, Bernhard Langer schenkt Hale Irwin den letzten Putt, schafft es aber seinerseits nicht mit zwei Putts ins Loch. Ergebnis: USA behält den Ryder Cup.

  5. Zunächst hatte ich keine Schimmer, sah Frank Mill einen Ball an den Pfosten schieben. Aber das war ein Vereinsspiel.

    Europa vs Amis. Da ist doch was. Ryder Cup. Da hatte ich plötzlich 2 extreme Ereignisse im Kopf. Zunächst Bernhard Langer, der 1991 in Kiawah Island den Sieges Put „verschob“ und dann das inakzeptable Verhalten der Amis 1999 in Brookline. Da wünscht ich allen, ausser Phil Mickelson, bei zukünftigen Austragungen des Ryder Cupp die sprichwörtliche Pest an den Hals.

    Trotzdem ist mein Lösungsversuch 1991 Ryder Cup Kiawah Island und Bernhards knapp vorbei gespielter Put zum Sieg.

  6. Bernhard Langer der 1991 gegen Hale Irwin seinen Siegputt aus knapp 2 Metern nicht lochte. Statt eines 14-14 verlor Europa mit dem halben Punkt von Langer 13,5-14,5, womit die USA nach 6 Jahren den Ryder Cup wieder einmal gewannen. Gespielt wurde in Kiawah Island.

  7. „Einschieben“, „Ball schenken“, „kein kurzer“ – Das bringt mich zu Golf, das „Ball schenken“ genauer zum Matchplay.
    Das Event kann nur der Ryder Cup sein und wenn man die hitzige Stimmung bedenkt, muss es um eine Austragung in Amerika gehen. Da ich den Ryder Cup aber erst seit dem Wunder von Medinah so richtig verfolge, muss ich beim Jahr absolut passen.

  8. 1991 Ryders Cup aka „The War on the Shore“? Tante Wiki (also Auntie Wiki) hat dazu was: https://en.wikipedia.org/wiki/1991_Ryder_Cup

    … weil: so viele Kontinentalwettbewerbe mit Bällen zw. Europa und den USA gibt es nicht (Ryder Cup, Mosconi Cup, und dann dieses neue Tennis-Dings?).

    Und das ist dann ja was mit Küste.

    „… es war gewiss kein Kurzer“: Jehnun, ausweislich Wiki war es B. Langer mit einem 6 ft / 1.8m putt, der am 18. Loch daneben ging. Also kein kurzer im doppelten Sinne.

    Wohl möchte man aber dem Dichter zurufen: No Jokes With Names! 🙂

  9. Erinnerungsmaessig mal wieder am verkacken, Annäherung ans Grün sollt ich aber packen,
    Der Ryder Cup könnts sein mit Bernhard Langer,
    wenns falsch ist, gehör ich an den Pranger.

  10. Ok. Manchmal hilft es, sich auf Twitter ein wenig zu unterhalten…

    The War on the Shore. 1991. Bernhard Langer. Dann passen auch die Hinweise mit dem geschenkten Ball und der Küste.

    Und der Code wurde nur so verändert, dass der letzte BuchStäbe des Vornamens den 1. Buchstaben des 2. Quartetts bildet.

    Hihi.

  11. Bevor ich mich jetzt ganz verstricke löse ich mal schnell.
    Der erste Gedanke war Tennis Davis Cup.
    Das legendäre Match zwischen Boris und McEnroe.
    Boris bleibt cool und gewinnt den (Psycho) Krieg
    Es war ein sehr langes Match (Kein Kurzer)
    Im letzten Spiel (Mayotte-Becker) wirft Boris einen Ball Richtung Mac, der versucht Boris damit abzuwerfen, trifft aber nicht.
    Hartford liegt aber nicht an der Küste… Die Richtung hat mir gut gefallen, das Duell würde dem Kamke gut ins Gesicht stehen.

    Aber vom Tennis zum Golf ist es nicht weit und der Boris des Golfs ist halt mal Bernhard Langer (Kein Kurzer) und dann kommt eins zu anderem und da war 1991 Kiawah Island, the „War by the Shore“ und der letze Put verkackt. (Die Flatulenz gibt mir etwas Unsicherheit 😉 aber da habe ich Brett Wetterich im Verdacht.
    Nun gut, reicht für heute.

  12. Europa. USA. Ball. Ryder Cup? Krieg und Küste lenken die Vermutung sehr stark auf die Ausgabe von 1991, bekannt geworden als „War on the shore“ auf dem Platz von Kiawah Island, geprägt von Provokationen und Hickhack. Wenn es also heute darum geht, dann wird wohl Bernhard Langer gesucht sein, der den entscheidenden Putt im letzten Single des letzten Tages knapp daneben schob, damit das Match nur teilte und den USA den knappsten möglichen Sieg mit 14,5 zu 13,5 servierte?

    Und während diese Antwort keimt
    (Herr Ryder handelte mit Samen),
    Werd ich mich eines Drangs erbarmen:
    Ab morgen wird wieder gereimt.

  13. Ryder Cup: The war by the shore. Langer schenkt Irwin den letzten Putt. Und verfehlt seinen eigenen.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Ryder_Cup#1991:_%22The_War_by_the_Shore%22

    Der wesentliche Hinweis war „die Gäste aus Europa“ im Kontext. Mir fiel außer dem Ryder-Cup kein anderer Wettkampf ein, wo die Europäer zusammen ein Team gegen die Amerikaner bilden (hüben und drüben, der Ami). Hatte man mal den Ryder-Cup als Idee, half dann Dr. Google schnell (an das Event hätte ich mich nicht erinnert, weil ich Golf nicht so verfolge).

    Aber was hatte es mit der Flatulenz auf sich?

  14. Erster Zeile, erster Gedanke: Frank Mill. Aber das wäre ja zu einfach. Zweiter Gedanke, Mario Gomez, damals bei der EM gegen Österreich. Da fand ich „verkackt“ auch immer übertrieben, so fies wie der Ball vor ihm versprang.
    Aber nein, Fußball passt nicht in der Folge.
    Amis, Europäer, das muss man diesmal wohl wörtlich nehmen: Ryder Cup (dürfte wohl der einzige offizielle Wettbewerb sein, in dem Europa gegen die USA antritt).
    Und da hat Bernhard Langer doch mal im letzten Spiel beim letzten Put das gesamte Duell verloren. Jahreszahl musste ich googlen: 1991.

  15. Nach einigen Tagen Durststrecke, an denen ich entweder keine Zeit oder (häufiger) keine Ahnung hatte, bin ich wieder mal dabei.

    Ich vermute, dass es sich um den verschossenen Penalty von Roberto Baggio im WM-Final 94 gegen Brasiliens Taffarel handelt. Und der Vorfall ist tatsächlich meine erste Fussball-Erinnerung. Seitdem bin ich grosser Fan der Seleçao.

    Die entscheidenden Hinweise waren der nicht locker eingeschobene Schuss, die Hitze des Moments (ich glaube, es war sonnig und heiss) und den Ball, den er dem Ami geschenkt hat bzw. ins amerikanische Publikum geschossen hat.

    Allerdings hab ich noch Zweifel an meiner Lösung. An den kriegerischen Stil der Brasilianer kann ich mich nicht erinnern. Und wieso Baggio und Taffarel „an der Küste als gemässigt galten“, ist mir ebenfalls nicht bekannt.

  16. So, heute will mir greg nihct final auf die Sprünge helfen. Versuchen wir es mal einzukreisen: Europa gegen Amis mit Ball, das kann nur der Ryder Cup sein, alle zwei Jahre. Dann eine Ausgabe in den USA (weil europa Gäste) und eng ausgegangen seein müsste es auch.

    Vor meinem geistigen auge ließ ich die Ergebnisse der letzten Jahrzehnte durchlaufen und am Ende blieben folgende in der engeren Wahl:
    2012 (Kaymer!), knapp aber mit dem besseren Ende für Europa. Und nicht an der Küste sondern da irgendwo bei Chicago.

    1999. Bei Bosten, also Küste, USA gewinnt 14,5 zu 13,5. Die englische Wikipedia spricht von tumultartigen Szenen bei Olazábal gegen Leonard. Ersterer war 7 Löcher vor Schluß 4 Schläge vorn. Am 17. war es dann nur noch 1 Schlag, Leonard locht einen 40 footer ein, ‚the team, their wives and NBC cameramen all ran onto the green to hug Leonard‘, nunja und José Maria setzt seinen 15footer daneben und damit war wohl Sense.

    aber am Ende war es wohl doch 1991 in Kiawah Island, South Carolina, the „War on the shore“. Kein Kurzer war sicherlich Langer, Bernhard mit Vornamen, ein Gentleman zweifellos, der einen kurzen Put knapp vergeigte und damit war dann Sense für Europa, die Amis, aufgeputscht durch drei Niederlagen in Folge feierten den Triumph über die aufmüpfigen Europäer und jetzt mach ich Schluss, weil die ausführliche Hergangsbeschreibung auf der Veranstaltungshomepage unfassbar fesselnd ist.

    Greg geht erstmal zur Beruhigung ne Runde spielen.

  17. Das müsste Bernhard Langer beim Ryder Cup gewesen sein. 1991 war das, das musste ich allerdings googeln. Der erste und der letzte Satz brachten mich drauf.

  18. Mario Gomez gegen die Ösis? Traf halt nicht für die kriegerischen Deutschen. Und ist nicht kurz. Aber wem hat er den Ball geschenkt?

    Nein. Ryder Cup. Und es muss ganz knapp für die USA ausgegangen sein.
    Mehr weiß ich da dann eh nicht.

    Wikiwikiwiki.

    Grmpf. Kein Kurzer. Also Langer. Die Geschichte kenne ich zwar nicht, aber das war ja lösbar. Man hätte ja mal überlegen können, wer in Frage kommt, welchem Golfer hier wohl Mitgefühl zuteil wird.

  19. Die Lösung verbirgt sich in der Mitte des ersten Terzetts, denn was gilt an der Küste als gemäßigt? Das Klima natürlich (bzw. the climate, denn es ist ja auch ein Amerikaner beteiligt).
    Es handelt sich also um das legendäre Tennismatch zwischen Viktor Klima (der später österreichischer Bundeskanzler werden sollte) und Calvin Climate. Nachdem Klima, ganz fairer Sportsmann, im Tiebreak des vierten Satzes bei einem ausgegebenen Ball seines Gegners den Stuhlschiedsrichter korrigiert (also „dem Ami einen Ball geschenkt“) hatte , geriet ihm gleich darauf ein eigener Ball, den er nur locker hätte einschieben müssen, zu lang („gewiss kein Kurzer“), und er musste sich geschlagen geben. Immerhin hat er später für seine Ehrlichkeit die ATP Fairness Trophy bekommen.
    Das war einfach.

  20. Kontinentalvergleich Europa : USA ist doch sicher Golf/Ryder Cup

    unsportliches Verhalten der Amerikaner… 1999? Schlussrunde Leonard-Olazabal? Amerikaner laufen am vorletzten Grün im euphorischen Überschwang über die Puttinglinie des Spaniers welcher den Put im Anschluss nicht versenken kann… USA gewinnt

  21. Samstagabend, gegen zehn. Ich habe den Nachmittag bei einer bitteren Niederlage im Neckarstadion verbracht, aus familiären Gründen den Beginn der langen Einkaufsnacht über mich ergehen lassen. Nun sitze ich auf dem Sofa, im Fernsehen läuft “Klein gegen Groß”, ich habe keine Auflösung vorbereitet und zudem keine Lust, über Flatulenzen zu reden.

    Gut, dass diesen Part bereits Herr @sport_thies übernommen hat, drüben bei Twitter:
    “Es geht ja ums Verkacken. Wenn man das, was da passiert ist, in den Vergleich zu richtigen Verkackereien stellt, war das eher eine Flatulenz.”
    Treffender hätte zumindest ich es nicht ausdrücken können. Im ersten Quartett habe ich es versucht. Außerdem gibt es mit dem (eben nicht) lockeren Einschieben einen ersten zarten Hinweis auf die Sportart.

    Im zweiten Quartett geht es ein bisschen um das Drumherum. Der angesprochene kriegerische Style der Gastgeber drückte sich optisch in Camouflage-Caps aus, von denen sie sagten, sie seien als Unterstützung ihrer im Golfkrieg (1991!) kämpfenden Landsleute gedacht. Den Gästen aus Europa missfiel die Kriegsthematik sehr, und wohl auch vielen neutralen Beobachtern, die in der Veranstaltung überraschenderweise in erster Linie einen sportlichen Wettbewerb sahen und keinen “War on the Shore”.
    Insgesamt scheint die Stimmung etwas angespannt gewesen zu sein, wenn man den Berichten glauben darf, angefangen bereits bei den Videos zur Eröffnung, dann aufgrund des Umgangs mit einer Verletzung und weiter mit mehr oder weniger üblichen Scharmützeln, an denen die Herren Azinger und Ballesteros wohl nicht ganz unbeteiligt waren. Sportsgeist, die Herren! Und ja, Golf, Ryder Cup.

    Im ersten Terzett kommt nach dem Krieg nun auch die hier bereits genannte Küste ins Spiel, Kenner hatten ihren War on the Shore nun zusammen, zudem werden die beiden Protagonisten des letzten Duells als gemäßigte Vertreter beschrieben, die dem Kriegsthema nicht viel abgewinnen.

    Im zweiten Terzett wird dann die Herkunft der Gastgeber bestätigt. Dann schenkt der Gast seinem Gegner einen Ball – eine Geste, die mir außerhalb von Golf nicht in allzu vielen Sportarten geläufig ist, ehe er den eigenen verkackt. Wer? Nun, in den letzten beiden Worten steckt es drin: kein Kurzer, aber vielleicht ja ein Langer. Bernhard. (Und in der Tat kein ganz kurzer Putt. Nicht verkackt. Flatuliert, vielleicht.)

    Insgesamt konnte man ganz gut auf die Sportart und den Ryder Cup kommen, glaube ich, dann geht’s recht rasch in Spezialwissen über. Wer das alles ungegoogelt wusste, hat meinen besonderen Respekt.

    All that being said, ist mir völlig klar, dass alles Beschriebene im Grundsatz auch auf Mill, Hartford, Gomez, Baggio, das Klimaduell und 1999 zutrifft, hüstel, aber ich hab mich nun mal für den Ryder Cup 1991 entschieden, der auch in vielen Antworten treffend skizziert wurde.

    @SD: Nicht nur fehlgestartet, sondern auch noch falsch! Von der Unterstellung, ich hätte mein Rätsel nicht verstanden (oder so) gar nicht zu reden.
    Da hilft Deine Dekodierungsleistung dann auch nicht mehr …

    @JP: Anhausen. Guter Ort. 🙂 (Schön.)

    @Ferenc_I: But it’s not a joke, it’s a hint!

    @Rio Laago: Hartford ist toll, aber da fiele es mir schwer, irgendjemandem auch nur den Hauch eines Darmwin… ach, lassen wir das!

    @philgort: Schön. Ich mag Deine Ausführungen zu den entscheidenden Hinweisen.

    @Felix: Kann ich leider nicht gelten lassen. Der Triathlonlenker fehlt.
    Aber ja, total spannend, die Schilderungen zum Event.

    @Faouzi: Ich sag’s ja immer: die alternativen Antworten sind’s! Ernsthaft: sehr schön.

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