elf/zwanzigsiebzehn

Sein Team ist allen andern weit enteilt,
die Gegner finden gar nicht in die Spur.
Für die Verfolger geht’s um Silber nur –
von denen einer kurz bei ihm verweilt.

Er hat ihm seinen Glückwunsch mitgeteilt,
dem netten Kerl, bekannt als Frohnatur.
Doch wird er dann zur tragischen Figur –
es braucht vier Jahre, bis sein Herz verheilt.

Der Gegner wird – nun siegreich – ausgebuht,
hört Pfiffe und ne wüste Schimpftirade.
Er wehrt sich gestisch, wohl im Übermut.

Der so entstandne Misston war zwar schade,
doch blieb die Stimmung unvergleichlich gut,
so mittendrin in jener Olympiade.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider öfter mal), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

24 Gedanken zu „elf/zwanzigsiebzehn

  1. Heute wusste ich die Lösung schon nach der ersten Zeile: Weißflog gratulierte Harada in Lillehammer zum Mannschafts-Gold schon vor dem letzten Sprung – und Harada hüpfte dann zu kurz…

    Für mehr Rätsel aus meiner Studenten-Zeit!

  2. Lillehammer 1994:
    Jens Weißflog gratuliert Masahiko Harada noch vor dem letzten Sprung zur fast sicheren Goldmedaille. Was dann kam ist klar, Harade versagten die Nerven und Deutschland erbte Gold. Das Publikum fand das gar nicht gut…

  3. Es waren vier Springer aus Japan,
    die nahmen die Konkurrenz ganz hart ran.
    Doch ganz zum Schluß,
    zu ihrem Verdruß,
    flog ihr letzter Mann viel zu kurz dann.

    Das Mannschaftsspringen bei der Olympiade 94 (hatte zunächst 92 im Gedächtnis, aber das passt nicht zu den 4 Jahren), das die Japaner quasi schon im Sack hatten, bevor dann der letzte Springer einen ganz grauenvollen Versuch hatte… Mir taten sie damals leid. Auch wenn das deutsche Team profitiert hatte.

  4. Es ging am Schluss des Wettkampfs von der Schanze
    – wobei der Vorsprung an sich riesig war
    in Lillehammer, im Olympiajahr –
    für Japan um das große gol´dne Ganze.

    Nur Weißflog noch, danach Nippons Harada.
    Der Floh vom Fichtelberge reicht die Hand.
    Ganz sicher scheint: Der Sieger ist bekannt.
    Es handelt sich um Japans Springerkader.

    So weit, wie Weißflog springt (keiner springt weiter),
    steht für ihn fest: Hurra, wir werden Zweiter.
    Doch dann geht Masahiko auf die Schanze.

    Bleibt viel zu kurz, vermasselt so das Ganze.
    Die Menge schmäht den deutschen Überspringer,
    der seinerseits zeigt ihr den Mittelfinger.

    Nach ein paar Tagen Rätselpause heute ein Schmankerl aus Kamkes Fundus, danke dafür: An Lillehammer und der grandiosen Stimmung bei den wohl schönsten Winterspielen ever führt kein Weg vorbei – und am Drama um die Japaner im Team-Sprungwettbewerb auch nicht. Weißflog gratulierte Harada ob des riesigen Vorsprungs schon vor dem letzten Sprung auf der Schanze zur Goldmedaille. Wie viel Psychospiel und wie wenig Sportsmanship das war, keine Ahnung. Harada jedenfalls rumpelte eine bessere Dreisprungweite von der Schanze und vergab so das sicher geglaubte japanische Gold. Der Typ war so unglaublich sympathisch, immer lächelnd, immer gut drauf. Er hat mir und, so weit ich mich erinnere, jedem, der das damals gesehen hat, unglaublich leid getan. Die Scharte des sicheren und dann weggehüpften Sieges konnte er erst vier Jahre später, da immerhin vor heimischem Publikum, auswetzen. Weißflogs Reaktion auf die Schmähungen des Publikums hat zwar im gleichen Jahr Fußballer von der WM nach Hause fahren lassen – in Lillehammer hatte das aber glaube ich keine größeren Konsequenzen. Er teilte sich das Gold jedenfalls mit Dieter Thoma, Christoph Dufner und legendary Hans Jörg Jäckle. Und ob aus der 94er Mannschaft Japans tatsächlich einer immer noch springt? Des, spricht vermutlich der des Japanischen mächtige Bayer, ka sai.

  5. Ui, ich bin mir eigentlich recht sicher, aber auch wieder total unsicher.
    Es muss Wintersport sein, wegen „in die Spur finden“ tippe ich auf Langlauf.
    Die unvergleichliche Stimmung muss Lillehammer 1994 gewesen sein (wenn ich an Lillehammer denke, habe ich heute noch Ganzkörper-Gänsehaut.)
    Ich tippe auf das 4x10km-Rennen der Herren-Langläufer. Die Norweger galten als riesige Favoriten, hatten auch vorher alle Wettbewerbe gewonnen. Bjorn Daehlie unterlag im Zielsprint Silvio Fauner, der im Ziel sehr euphorisch feierte. 1998 gewann Norwegen dann mit (nahezu?) identischer Mannschaft auch mit Daehlie in Nagano.

  6. Das klingt nach einem Staffellauf, wobei mir da jetzt spontan nur einfällt, das die Amerikaner eine zeitlang sehr gut darin gewesen sind ihre Wechsel zu verhunzen, bzw, den Staffelstab fallen zu lassen.

    Könnte auch Schwimmen sein oder Wintersport. Keine Ahnung. Der @sport_thies weiß es bestimmt wieder.

  7. Matthias Steiner brach das herz, aber weder war sein Team überlegen, noch gibt es Spuren beim Gewichtheben. Ausserdem wars bei Olympia und nicht während der Olympiade ( Zeit zwischen 2 Spielen ).

    Also irgendwas mit Langlauf, vielleicht mit Norwegern könnte es sein. Aber um wen geht es?
    Ich hau einfach mal Vegard Ulvang raus. Der verlor seinen Bruder, bzw. der verschwand spurlos.

  8. Ui, das war mal ein Rätsel! Trotz der Verwirrung, die der Herr Kamke – reimgeschuldet, nehme ich mal an – mit der „Olympiade“ stiftete, hätte ich eigentlich drauf kommen müssen.
    Es gab wenige ganz konkrete Hinweise – daher musste Wintersport, Teamwettbewerb, großer Vorsprung und Lillehammer ’94 (unvergleichlich gute Stimmung) reichen.
    Björn Daehli verlor Teamgold in der Langlaufstaffel nur knapp, auch hatte er keinen großen Vorsprung verspielt.
    Plötzlich fiel es mir wie Schneeflocken von den Augen: Masahiko Harada, der immer lustige und zu Scherzen (in die Kamera winken!) neigende skispringende Japaner, hatte das sicher geglaubte Gold für das Land der aufgehenden Sonne doch noch verloren. Dass Jens Weißflog ihm bereits gratuliert hatte, bei den anschließenden Wettbewerben dafür ausgepfiffen wurde und sich dann zu einer Geste mit einem ausgestreckten Finger hinreißen ließ – das hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Die tragische Figur von Harada, der erst beim Teamspringen in Nagano, vier Jahre später, trotz verpatzten ersten Sprungs mit der Mannschaft Gold holen konnte, ist mir dennoch – natürlich! – ein Begriff.
    Also: für mich heute ohne Wikipedia-Unterstützung nicht zu schaffen. 🙁

  9. Niemals hätte ich zu glauben gewagt, Du könntest den Begriff „Olympiade“ zum Zwecke der Täuschung von uns Rätselnden bewusst falsch verwenden. Perfide, äußerst perfide!

    Es geht um den Teamwettbewerb im Skispringen bei den Olympischen Spielen (!!eins!!elf!!) in Lillehammer 1994. Die deutsche Mannschaft, rund um den voreilig gratulierenden Jens Weißflog, gewann doch noch Gold. Der japanische Schlussspringer stürzte – im übertragenen Sinne – beim letzten Versuch ab und verschenkte den sicher geglaubten Sieg. Beim Namen des Athleten muss ich allerdings passen…

  10. Oh Mann, Herr Kamke. Dreiviertel Tag vrtzweifelt, Lillehammer immer im Verdacht, aber was ist eine Olympiade? Die Zweit zwischen zwei Sommerspielen?
    Harada ists, die Frohnatur, dem Weißflog gratuliert. Bevor er dann den Stinke zeigt, weil ausgebuht.
    Brutal, jetzt fühl ich mich befreit. Und hoff ich schaff noch was vom liegen gebliebenen Tagwerk.

  11. Zu lange gerätselt heute, daher etwas abgehackt der Weg:

    Mitten in der Olympiade deutet stark auf Winterspiele hin,
    Spur tönt für mich nach Langlauf, Biathlon, Leichtathletik
    Letzteres aber nur in ungeraden Jahren interessant, sonst hätte man an Bolt und Gaitlin denken können.
    Die erste Spiele mitten in der Olympiade waren in Lillehammer, gelobt für die gute Stimmung- OK.
    In Lillehammer gewinnt die Deutsche Biathlon Staffel mit tüchtig Vorsprung, mit dabei ist OE Björndalen, sollt eer vielleicht dem Luck im Walde…?

    Oder geht es um und um Fourcade, der gerne gestenreich abfeiert?
    Wer wird zur tragischen Figur?
    Vier Jahre heilt sein Herz?
    2012 Scheidung Björndalen/Santer
    2016 Hochzeit mit Domratschewa
    Doch wer hat wem gratuliert?

    Fühlt sich an wie ein Puzzleteil, das passt aber nicht sitzt.

    Spur heißt track, sollte man bei Shorttrack suchen, der russische Staffelsieger
    Semjon Jelistratow der Meldonium zur Heiliung seines Herzes nahm?

    Also gemeinsam mit @chrisprech zurück nach Lillehammer: Letzte Spur für auf die Schanze, oder vielmehr runter. Bingo.
    Japan uneinholbar vorne, Weissflog gratuliert Harada und hebt ab mit Riesensatz. Harada verkackt. Deutschland mit Gold, Publikum sauer, Mittelfinger, Medaillen landen im Schnee.

    Das war heute zäh.

  12. Eine Staffel, bei der der/die Schlußläufer/in verkackt hat und 4 Jahre spatter die Staffel Gold geholt hat. Aber welche? Schwimmen? (Hatten wir dieses Jahr noch nicht) Biathlon? Langlauf? 4x100m Leichtathletik? Noch habe ich’s nicht raus, mir fallen verschiedene Dramen ein, aber nicht unbedingt bei Olympia…

  13. War mir nicht mehr so präsent. Aber man kann sich durchhangeln heute.

    Team. Männer. Spur, also Winter. Olympia mit der besten Stimmung. Und bei welchem Teamwettbewerb kann es der letzte Teilnehmer aber mal noch so richtig verkacken? Und das ist auch schon häufig passiert?

    Richtig.

    Die Antwort MUSS also „Skispringen Teamwettbewerb Olympia 1994 Lillehammer“ heißen. Harada auf Siegesparada reimen zu lassen, verkneife ich mir heute mal.

  14. Was wir wissen – und was nicht.

    Es geht vermutlich um eine Wintersportart wie Langlauf oder Biathlon, von wegen „Spur“, vermutlich eine Staffel, von wegen Mannschaft.

    Da ich Herrn Kamke als ausgesprochen gebildet und präzise in der Wortwahl kenne fand das Ereignis nicht während Olympischer Spüle statt, beschreibt doch der Begriff “ Olympiade“ den Vierjahreszeitraum zwischen zwei Spielen. Es muss sich also um eine WM oder so gehandelt haben.

    Stars mit sonnigem Gemüt gibts einige, mit Herrn Björndalen kam ich nicht weiter. In jedem Fall hat ihm das Missgeschick wohl das Herz gebrochen oder so.

    Ebenso unklar bleibt die versteckte Verbindung zu Greg Lemond.

    Definitiv unlösbar.

  15. Olympiade. Selbst wenn der Reim es so verlangt – Herr Kamke, das geht gar nicht. Und von unvergleichlich guter Stimmung kann bei mir so gar nicht die Rede sein. Sie merken es sofort, der Gegenangriff soll von meiner Hilflosigkeit ablenken.
    Die Spur führt mich in die Spur der Verfolgerrennen, die gibt’s in meinem Hirnkastl nur bei Langläufern, Biathleten, Eisschnellläufern oder Bahnradfahrern. Und so gleiten, skaten und treten die poirot’schen kleinen, grauen Zellen im Oberstübchen auf der Stelle. Und jetzt schau ich mir bis zur Auflösung das Bo-Derek-GIF des Rio Laago in Dauerschleife an.

  16. bei den letzten rätseln kam ich entweder erst dazu als schon aufgelöst war oder hatte keine konkrete Ahnung…

    …dachte bei Spur erst an Biathlon (da wurde doch früher gemeinsam im Team gelaufen und die anderen warteten während einer schoss), aber da gratuliert doch keiner früher…

    dann frohnatur, team, klarer Sieg verschenkt. da war doch was bei einer Sportart die ich recht intensiv verfolge…
    Harada und der (verfrüht) gratulierende Weißflog.
    Harada gewann mit dem Team nochmal Gold.
    (dachte erst 92, aber wenn er 4 Jahre später jubelte, dann war es wohl 94)

    und „spur“ passt zum skispringen ja noch besser…
    …müsste also passen

  17. Das einzige, was mir einfällt, ist der Olympiasieg der Deutschen Skispringer 1994 – als Japan den letzten Sprung versemmelte und Weißflog sensationell – war das Harada damals? Oder Noriaki Kasai – ich Weiss es nicht mehr genau. Wenn Japan 98 dann Olympiasieger wurde, dann könnte das die Lösung sein…

    1. Danke an meine Gattin, die als alter Japan-Fan das noch im Kopf hatte (und heute noch Mitleid mit den Japanern deswegen hat)

  18. Bei Team, Spur und Verfolger denke ich in Richtung Staffel, vielleicht Langlauf oder Biathlon, vielleicht aber auch Leichtathletik. Aber dann?
    Die Verfolger sind zwar weit weg, aber trotzdem kann einer von ihnen schon mal gratulieren? Häh? In welcher Sportart wäre sowas möglich? Vielleicht beim Biathlon, wenn der Führende mit dem letzten Schießen schon fertig ist und der Konkurrent gerade zum Schießstand kommt …
    Ich sehe es bildlich vor mir, hab aber keine Ahnung, ob es das schon mal gab. Vor allem aber muss ja dann der spätere Sieger sich noch irgendwas zuschuldenkommen lassen, weswegen er doch noch gewinnt und später ausgepfiffen wird. Klingt alles sehr interessant, und ich warte gespannt auf die Lösung. Vor allem darauf, ob (wie ich vermute) die Olympiade in der letzten Zeile eine trügerische Spur ist und eben NICHT die Olympischen Spiele gemeint sind (Hach, der ewigjunge Streit um die korrekte Verwendung des Wortes …).

  19. So eine richtige Verkackaktion hat ja selten nicht nur eine Mutter, wenn ich das mal so sagen darf. Also kann es ja auch nicht sein, dass sich hinter dem heutigen Türchen die Mutter aller Verkackaktionen verbarg, sondern nur eine davon. Also für mich zumindest. Oder sagen wir eine der Mütter des Verkackaktionenkalenders. Die anderen Mütter heißen Sven Kramer und sonst noch irgendwie, hab ich grade vergessen.

    Und wie das so ist bei einer Mutter: Man kennt sie schon ziemlich lange. Und sehr genau. Und kann sich gar nicht so recht vorstellen, dass alle anderen nicht auch sofort an sie denken, also zum Beispiel in der allerersten Zeile, wie bei Herrn @SD der Fall.

    Also spart man sich den einen oder anderen Hinweis, weil ja vermeintlich eh alle Bescheid wissen und “Laaaangweilig!”, “Gähn” oder “viel zu leicht” schreiben werden, und steht irgendwann am Nachmittag im Vergleich zu den Vortagen etwas überraschend mit einem Bruchteil der richtigen Antworten da, weil zum Beispiel, wie Herr @marktwain64 auf Twitter anmerkte, die zeitliche Einordnung schwierig sei.

    Dem kann ich zustimmen. Auch weil in der letzten Zeile (“so mittendrin in jener Olympiade”) im Vergleich zu früheren Versionen etwas in der Art von “erstmals” fehlt, was es eindeutig gemacht hätte. Inwiefern eindeutig? Nun, wenn wir schon bei der Olympiadenzeile sind, hier ein Zitat aus dem Vorjahr, ebenfalls in den Kommentaren, von, Verzeihung, mir:

    “Die Olympiade. Natürlich war der Widerspruch vorhersehbar, hier wie auch drüben bei Twitter. Wir wissen ja alle, dass sie klassischerweise die Zeit zwischen zwei Austragungen der Olympischen Spiele benannte. Oder glauben es zu wissen. Zumindest habe ich es so gelernt. Wikipedia, aber wer ist schon Wikipedia, sieht es einerseits auch so, andererseits „beginnt sie mit der Eröffnung Olympischer Spiele und endet mit dem Moment, in dem die Folgeolympiade einsetzt“ – was also hieße (aber wie gesagt: Wikipedia), dass auch die Spiele selbst Teil der Olympiade wären, d.h. nix mit „zwischen“.

    In der Neuzeit hat man die Definition etwas abgewandelt, das IOC sagt in seiner Charta:
    „Bye-law to Rule 6
    An Olympiad is a period of four consecutive calendar years, beginning on 1 January of
    the first year and ending on 31 December of the fourth year.“

    Gemäß beiden Definitionen liegen also die Olympischen Spiele jeweils innerhalb einer Olympiade, im einen, klassischen Fall ganz zu Beginn, im anderen, heute offiziell gültigen, in der Regel ein paar Monate nach Beginn der Olympiade.

    Bliebe der Fall „zwischen“, den wir irgendwann gelernt haben und für den es bestimmt irgendwo Belege gibt. Dann lägen die Olympischen Spiele und damit die in der ersten Strophe genannten paar Tage tatsächlich nicht innerhalb der jeweiligen Olympiade.

    Mit einer kleinen Einschränkung: sofern wir von den Sommerspielen reden. Die Winterspiele sind erstens eine Erfindung der Neuzeit, dürften also gar nicht so viel mit der klassischen Definition der Olympiade zu tun haben, und zweitens liegen sie seit 1994 stets relativ mittig in der jeweiligen Olympiade, gemäß welcher Definition auch immer.”

    Olympiadenfachleute wie Rio Laago und Doktor_D haben’s gewusst.

    Hier sind wir also. Bei Olympischen Winterspielen. Vermutlich. Natürlich könnten wir auch bei irgendwelchen Kirmesmeisterschaften sein, die ganz grob in der Mitte des einschlägigen Vierjahreszeitraums liegen, aber das wäre dann doch ein bisschen unanständig meinerseits gewesen.

    Zum Anfang. Ein Team ist den anderen weit enteilt, und vielleicht hat es mit der Weite ja etwas auf sich. Eine Spur ist offenbar wichtig, die es auch, aber nicht nur auf der Loipe gibt. Einer der Verfolger (die um Silber kämpfen) verweilt bei unserem Helden – einem sehr freundlichen Herrn – um ihm zum Sieg zu gratulieren. Voreilig, weil der Held (mit einer besseren Dreisprungweite, wie Herr @Lurchmolch treffend schreibt) scheitert. Und sich dann vier Jahre lang grämen muss, vermutlich also bis zu den nächsten Olympischen Spielen, wo er die Scharte auswetzt.

    Die ganze Welt leidet mit ihm, während dem Gratulanten Absicht unterstellt wird, worüber man sicherlich trefflich streiten kann. Er wird ausgepfiffen und beschimpft, was wiederum unnötigerweise seinen Mittelfinger zucken lässt. Letzteres hat wiederum Herr @lurchmolch mit seinem Querverweis auf eine Fußball-WM ungleich hübscher beschrieben.

    Und das im Rahmen Olympischer Spiele mit unvergleich guter Stimmung, was zwar eine weiche zeitliche Einordnung ist, bei einer Umfrage aber durchaus zum richtigen Ergebnis führen könnte: Lillehammer 1994, als die Winterspiele erstmals (s.o.) mittendrin in der (25.) Olympiade stattfanden, sogar ziemlich mittig.

    Die Spur war eine Anlaufspur, an deren Ende Masahiko Harada angesichts des riesigen Vorsprungs des japanischen Skisprungteams nicht sonderlich weit, aber eben doch weiter als jene 97,5 Meter hätte springen müssen. Jens Weißflog gratulierte ihm vor dem Sprung und machte sich damit weltweit nicht viele Freunde. Nähere Informationen zum Ablauf gibt’s nicht zuletzt bei Herrn @Lurchmolch („ka sai“) und Frau @badrulbudur.

    @Marco: Irgendwie reagiere ich nie explizit auf Deine knappen, richtigen Antworten. Hier also eine Honourable Mention, einfach so.

    @sport_thies: Oh.

    @Doktor_D: Das mit Ulvangs Bruder wusste ich nicht. Vorhin mal nachgelesen. Puh.

    @badrulbudur: Reimgeschuldet ist eh alles. Aber sachliche Fehler versuche ich dann doch zu vermeiden. Was zweifellos nicht immer gelingt.
    In unserer Abizeitung stand aus Reimgründen etwas über meine Vorliebe für Hefeweizen. Dabei habe ich in meinem Leben noch keines getrunken. Dass ich das 26 Jahre später noch wie heute weiß, dürfte Bände sprechen.

    @Das_Mietmaul: !!!!!!

    @Christian Prechtl: Darf ich davon ausgehen, dass der – fast hätte ich Rechenweg geschrieben – anschaulich beschriebene Spaziergang von
    @Rio Laago durch Jahre und Sportarten dem Deinigen nicht allzu unähnlich ist? Schön, das gefällt mir sehr. Und der Sache mit Luck und Björndalen sollten wir mal nachgehen. Ihr seid da was Großem auf der Spur. Dann auch noch die Herzblattgeschichten! Träumchen.

    @Felix: Nun, die Präzision. Ich hoffe zumindest, diesem Anspruch genüge getan zu haben. Aber das mit Greg Lemond, das geht mir nach und nahe. Vielleicht wirklich unlösbar.

    @marktwain64: Bo Derek konnte schwimmen, der olympische Bezug ist also fraglos gegeben.

    Herzlichen Dank an alle! Auch an die einmal mehr nicht explizit erwähnten souverän Lösenden.

  20. @heinzkamke Du darfst grundsätzlich davon ausgehen, dass der Dr. Laage und ich uns mit Deinen Rätseln necken wie die alten Weiber. Zumindest werktags, zumindest wenn der eine die Lösung weiß und der andere noch nicht. Heute aber haben wir die Kräfte gebündelt, im Mehrschichtbetrieb gerätselt, Spuren gefunden, wieder verworfen. War auch nötig.

  21. Wenigstens was gelernt, die Geschichte sagte mir absolut nichts. Mit Spur konnte ich zwar auf 4-5 Sportart eingrenzen, aber der Mittelfinger scheint dann doch krass weniger im Zusammenhang mit Weißflog geblieben zu sein als mit Effenberg, obwohl im gleichen Jahr.

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