sieben/zwanzigsiebzehn

Er ist bereits ein bisschen nass geworden.
Egal – er wird ja grad Europameister!
Ist dominant, fast so wie einstmals Deister,
und lässt vor Freud Gefühle überborden.

Weit vor dem Ziel begeistert er die Horden,
sein früher Jubel ist ein eher dreister:
Ins eilig ausgezogne Leibchen beißt er,
als wolle er hernach Maskottchen morden.

Er kommt ins Ziel, das Hemd nun in der Hand,
und feiert, dass er alle andern schlug –
das Wort “vermeintlich” muss man hier wohl nennen.

Denn Wettbewerber aus dem Nachbarland
bekommen Recht: Der Sieg fußt auf Betrug –
man konnt’ zum Schluss die Nummer nicht erkennen!

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider öfter mal), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

35 Gedanken zu „sieben/zwanzigsiebzehn

  1. Der Deister hat mich kurz verwirrt,
    und beinah hätte ich mich geirrt.
    EM, Leibchen, Startnummer, Ziel…
    Das ist doch eigentlich recht viel…
    Die Szene tief im Großhirn eingebrannt.
    Jahr und Athleten hätte ich nicht gekannt.
    Doch Google ist eine Besser-Wissi
    Und spuckt mir aus den Herrn Mekhissi

  2. Das Bild vom Franzosen mit dem Leibchen im Mund über der letzten Hürde ist vor Augen, jedoch kein Name. Google spuckt Mahiedine Mekhissi-Benabbad aus, so wird er wohl heißen. Leichtathletik EM 2014 in Zürich, 3000m Hindernis und eine der dümmeren Disqualifikationen!

  3. Deister, also irgendwas mit Pferd und Reiter. Klare Sache. Doch welcher Reiter reisst sich die Klamotten vom Leib?

    Neuer Ansatz. Laufen, oder gar Langlaufen. Im Regen wegen Nässe auf dem Sportler.
    Jetzt der Geistesblitz. Wasser. Laufen. Graben. 3000 m Hinderniss. Da war doch was.

    Jetzt hilft das Netz weiter. Mekhissi-Benabbad heisst der Franzose, der 2014 disqualifiziert wurde. Schade. Sportlich war er klar besser, aber eine nicht erkennbare Startnummer, das geht natürlich nicht.

  4. Die Bilder habe ich vor Augen, wie ein Leichtathlet am Ende eines Laufwettbewerbs auf der Zielgeraden sein Trikot auszieht und oben ohne als vermeintlicher Sieger die Ziellinie überquert. Er wurde disqualifiziert. Das ist noch gar nicht so lange her.

    Keine Chance habe ich, was den Namen dieses Sportlers oder weitere Einzelheiten betrifft.

  5. Mahiedine Mekhissi-Benabbad , EM 2014, zwar damals gesehen, aber den Namen konnte ich ohne Google nicht richtig schreiben 😉

    Wenn die Disqualifikation sicherlich regelkonform war, dann ist es (wie eine gelbe Karte nach dem Trikotauszügen beim Torjubel) doch irgendwo lächerlich, wenn ein Sportler sich nicht ausgelassen freuen darf.

    Man sollte manches nicht so bierernst nehmen…

  6. Mahiedine Mekhissi Benabbad (Ja den Namen musste ich googlen) wird bei den 3000m Hindernis disqualifiziert. Müsste 2014 in Zürich gewesen sein.

  7. Mekhissi-Benabbad, der bei der EM 2014 für Trikotausziehen disqualifiziert wurde.

    Wäre er mal Fußballer geworden, so hätte er nur gelb bekommen.

  8. Vier Hürden und ein Graben voller Wasser.
    verteilt auf ungefähr dreitausend Meter –
    der Startschuss erst und neun Minuten später
    sind sie im Ziel. Erschöpft meist und auch nasser.

    Ein junger Mann aus Frankreich aber dachte
    bei der EM in Zürich vor drei Jahren:
    „Bei meinem Vorsprung, diesem großen, klaren,
    zieh ich mir das Trikot aus.“ Tat´s und lachte.

    Die Konkurrenz war darob ziemlich platt,
    die Jury tagte und ließ schließlich richten:
    Disqualifikation. An Goldes Statt.

    So setzt sich im Finale selber matt –
    so einen Schluss wollt´ immer ich schon dichten –
    Mahiedine Mekhissi-Benabbad.

    An den Vorfall kann ich mich erinnern, den Namen hatte ich nicht parat. Insofern wurde bei der Lösung mit Unterstützung einer größeren Suchmaschine gearbeitet. Viel verblüffter war ich allerdings, dass im Rätsel mit einem Verweis auf den Springsport gearbeitet wurde. Der mich, sagen wir, als Hinweis gewordener Oxer Richtung Hindernislauf geleitet hat: Wer kann sich denn bitte noch an Deister erinnern, Paul Schockemöhles Wunderwallach aus den 1980ern? Das Örtchen Mühlen ist mir wohlbekannt, insofern war ich sehr bedeistert, Verzeihung, begeistert.

  9. Zu früh freut sich Mahiedine Mekhissi-Benabbad,
    den Euro Titel erkennt man ihm wieder ab.
    3000 Meter Hinderniss,
    bracht‘ der Franzos‘ schnell hinter sich.
    Er kam als erster Läufer in das Ziel,
    doch weil den Spaniern “oben ohne“ nicht gefiel,
    erhoben sie Protest gegen den Sieger,
    das Trikot vorher auszieh’n tut er wohl nie wieder…

  10. Ich kam ganz ohne Hilfe bis: da gab es doch mal einen Läufer, der kurz vor dem Ziel sein Leibchen auszog (zerriss?), und der deswegen anschließend disqualifiziert wurde!

    Land? Jahr? Wettbewerb? Name? Alles nicht mehr im Kopf. Google hilft dann natürlich trotzdem schnell. Und dann… tz… wer den Namen noch kennt und richtig schreiben kann, der ist doch gedopt!

  11. Dass es sich um einen Hindernisläufer (über Hindernisse hüpfen wie das Springpferd, nass durch den Wassergraben) handelt, erschließt sich mir, den Namen des disqualifizierten, weil aufgrund überbordender Freude ausgezogenen Trikots ohne erkennbare Startnummer ins Ziel kommenden Läufers kenne ich nicht. Und googlen ist ja heute explizit verpönt.
    Mein Mitrater meint, einen algerischstämmigen Doppelnamen des Franzosen zu kennen. Immerhin: Ein halber Punkt für mich.

  12. Da ich keine Ahnung habe, heute kein Reim. Mit Google dann doch fündig geworden – wobei mich Deister auf die völlig falsche Spur brachte. Und als Ergebnis dann ein französischer Name, den ich nicht mal abschreiben kann (für Copy-Paste bin ich zu faul). Immerhin noch herausgefunden, dass Spanien protestiert hat, um Bronze zu erhalten. Aber diese Story ist komplett an mir vorbeigegangen.

    ICH SCHAUE ZU WENIG SPORT!

  13. Ich blick es wohl nur an ungeraden Tagen… Die 3000m samt Hindernissen sollte man komplett mit Trikot absolvieren, weiß jetzt auch Monsieur Mekhissi-Benhabbad.

  14. Ein Läufer aus Reims (oder so)
    befreit sich von seinem Trikot.
    Rennt als Erster durchs Ziel,
    doch es bleibt ihm nicht viel.
    Titel futsch ob der freakigen Strip-Show.

    Auf dass es der Kamke sich merke:
    Das Laufen ist nicht meine Stärke.
    Es bleibt kaum ‚was hängen
    (Rennen gibt’s in Unmengen) –
    stammel‘ ‚rum wie dereinst Uschi Nerke*.

    Somit will ich mich nicht länger quälen
    und zur Antwort ’nen Limerick wählen:
    Der Lauf-Auszieh-Spagat
    von Mekhissi Benabbad
    bracht‘ die Richter zum Erbsen auszählen.

    *Weiß kein Mensch mehr, aber sie sagte im Beat-Club mal eine Band an, deren aktuellen Hit sie dann nicht mehr wusste und das dann so vortrug: „Ach Scheiße, mit fällt der Titel nicht ein.“

  15. Ich gebe zu, ohne das große G hätte ich den Namen niemals gefunden.

    So war es ja kein Pferd, aber doch ein Hindernislauf, den Mahiedine Mekhissi-Benabbad 2014 bei der EM in Zürich gewonnen hatte. Eigentlich.

  16. Mahiedine Mekhissi Benabbad bei der Leichtathletik-EM 2014, den Namen selbstredend aus dem Kopf reproduziert.
    Im Ernst: Die beschriebene Szene hatte ich irgendwie im Kopf, weil ich mich erinnerte, mich damals über die penible „Bürokratie“ der Jury (und die blöden Spanier!) aufgeregt zu haben.
    Das „nass“ war dann der entscheidende Hinweis zur Sportart, Wikipedia half mir dann beim Namen auf die Sprünge.

  17. Die Lösung geht heute also übern Deister,
    wenn’s keine falsche Fährte ist,
    so manchen Balken reißt er,
    aber doch kein Hemd vom Leib, so’n Mist.

    Hindernisse – in diese Richtung wird’s wohl geh’n,
    aufgestellt auf Tartan, rot.
    wo Menschen hechelnd ihre Runde dreh’n,
    fürn Wassergraben gibt’s kein Boot.

    Die Szene hab ich klar im Kopf,
    doch wer hat schon d e n Namen parat?
    Drücke also auf den Google-Knopf,
    Lese ab: Mahiedine Mekhissi-Benabbad.

  18. Ich muss an einen der zahlreichen Geher denken, die ja gerne Mal kurz vor dem Ziel oder auf dessen Geraden wegen Laufens (beide Füße in der Luft) disqualifiziert werden. Namen sind mir da aber nicht geläufig (pun not intended), auch sind die da so erfolgreichen Polen und Italiener keine geographischen Nachbarn…

    Aber vermutlich geht es tatsächlich um die nicht mehr erkannbare Nummer. Und „gerade Nass geworden“ ist vielleicht gar kein metereologischer Hinweis, sondern einer auf den ausgeübten Laufsport. In diesem Fall nehme ich mal dieses Stöckchen an (nein, kein Staffellauf, ich vermute das kommt noch) und tippe auf einen 3000m Hindernis-Lauf Teilnehmer (dort gibt es ja Wasserbecken nach der einen oder anderen Hürde), der aufgrund eines Formfehlers nachträglich disqualifiziert wurde.

    Namen kann ich dennoch keine nennen.

  19. Mit Hilfe des Kollegen @euroschulle: Mahiedine Mekhissi! EM 2014, 3000 m Hindernis, Trikot ausgezogen auf der Zielgeraden und in den Mund gesteckt – disqualifiziert.

  20. Der große Bernard Hinault, der 1985 bei der Tour Greg Lemond noch auf den zweiten Platz verwies, führte 1978 bei der 12. Etappe einen Fahrerstreik an, um gegen die viel zu kurze Nachtruhe zu protestieren. Er stieg kurz vor dem Ziel einer Teiletappe („12a“) in Valence-d’Agen vom Rad, seine Mitstreiter (die sicherlich vorher auch nass geworden sind) taten es ihm nach, alle überquerten die Ziellinie zu Fuß. Die Etappe wurde anuliert, jemanden zu disqualifizieren traute man sich dann aber doch nicht. Und Hinaults Ruf als heroischer Leader war gefestigt. Und gewonnen hat er die Tour am Ende auch.

    Viel weniger heroisch, eher gockelhaft eitel war, was ein französischer 3000 Meter Hindernisläufer, dessen Name nur ergoogelt werden kann und den zu merken sich nicht lohnt, bei der Leichtathletik-EM 2014 kurz vorm Ziel des Finals tat: er zog deutlich führend sein Trikot aus, was gegen eine Regel xyz verstößt, da die Startnummer (Haben die das überhaupt noch? Da stehen doch nur noch Namen?) nicht mehr erkennbar war. Der viertplatzierte Spanier (?) protestierte und bekam am Ende Bronze, ein anderer Franzose Gold.

  21. Wer hat es hier eigentlich verkackt?
    Mekhissi weil er am Ende das Shirt auszog…
    Oder die Spanier, weil sie 4. und 5. wurden und so die Chance auf eine Bronzemedaille witterten? Entstand den Spaniern dadurch ein Nachteil? Wohl kaum… Zumal die „Startnummer“ ja auch inzwischen nur noch der Name ist…

    Ja Mekhissi ist selbstverschuldet nicht gerade Sympathieträger, aber ob das größte Problem der Leichtathletik ist, dass er das Shirt auszieht… Wie immer: wenn du ein Problem damit hast, dass er jubelt, lauf halt schneller als er, dann jubelt er nicht.

  22. Die Presse nannte ihn den Nacktjubler. Er wollte nur einmal jubeln wie ein Fussballer, der Franzose Mekhissi-Benabbad bei der Leichtathletik EM 2014 in Zürich. Seine Disziplin ist der 3000m Hindernislauf.

  23. Ich weiss es nicht. Ich kenn wohl einfach das gesuchte Ereignis nicht. Und mit der Mahnung auf Twitter, es sei einfach zu googeln, lass ich das mal bleiben.

    Aus den Hinweisen interpretiere ich, dass es sich um ein Langstreckenrennen (vielleicht Marathon) an der Leichtathletik-Europameisterschaft handeln könnte. Entweder war es sehr heiss und der Läufer(?) war verschwitzt oder es hat geregnet. Der vermeintliche Sieger zieht sich vor der Ziellinie das Trikot aus. Das war anscheinend nicht erlaubt, wodurch der zweitplatzierte den Sieg erbte.
    Und vielleicht ist das alles völlig falsch.

    Weshalb der Athlet ein Maskottchen morden wollte, kann ich mir nicht ausdenken. Ebenso wenig ist mir klar, ob der schlussendliche Sieger tatsächlich Rekurs eingelegt hat und den Sieg somit am grünen Tisch errungen hat.

  24. Mehkissi-Benabbad bei den 3000 Hindernis, EM 14. Disqualifiziert, weil er auf der Zielgeraden das Trikot ausgezogen hatte und somit die Startnummer nicht mehr sichtbar trug.

  25. Es war ein Hindernisläufer bei einer Leichtatlehtik EM. Glaube ein Franzose. Name fehlt mir. Die Geste kam auch bei der Konkurrenz nicht gut an, das weiß ich noch.

  26. Da begab sich jemand in die Fußstapfen von Patriz Ilg über 3.000 Meter Hindernis. Es geht um einen Franzosen mit nordafrikanischen Wurzeln. Den Namen muss ich aber geschwind googeln.
    Moment … ah ja: Mahiedine Mekhissi Benabbad.

  27. Endete dappert
    für Mahieddine Mekhissi-Benabbad.

    Heute gegoogelt und schlecht gereimt. Das muss morgen besser werden…

  28. Ich musste Google bemühen und da der Arbeitsauftrag darin bestand es ohne zu wissen schreibe ich keine Lösung.
    (Mit Google wiederum war es einfach)

  29. Wer diesen Namen auswendig parat hat,
    der ist bei Leichtathletik voll im Thema.
    Denn Mahiedine Mekhissi-Benabbad
    sprengt nicht allein beim Reimen jedes Schema.
    Sein Oben-ohne-Jubel war echt dämlich,
    die Regelhüter sagten streng: „Ach, Gottchen!“,
    in Finnland aber grinste jemand, nämlich
    ein früher mal geärgertes Maskottchen.

    [Ohne Suchmaschine wäre ich aufgeschmissen gewesen, muss ich zugeben …]

  30. Welch bildliche Beschreibung. Man hat alles vor Augen. Ein, wohl Leichtathlet, wohl Hindernisläufer (nass, Deister), läuft mit Vorsprung auf die Zielgerade, jubelt, zieht sein Trikot aus, und wird disqualifiziert. Europameister wird ein anderer. Allein, ich habe überhaupt kein Bild vor Augen. Kann mich an keinerlei Vorfall erinnern. Die ergoogelte Lösung (EM 2014, Mahiedine Mekhissi-Benabbad, ok, aus dem Kopf hat den wohl niemand richtig geschrieben) kann ich eigentlich nicht wirklich einreichen, zu weit weg war ich von Namen, Jahr, Ort.
    Die Leichtathletik-EM 2014 habe ich wohl nicht mit der üblichen Aufmerksamkeit verfolgt.

  31. Da hab ich was angestellt! Meinen getwitterten Hinweis auf das geöffnete Türchen garnierte ich mit folgendem Kommentar: “Leicht zu googeln. Und ohne?”

    Ja, es war so gemeint. Aber auch wieder nicht so, wenn Sie verstehen, was ich meine. Im Gegensatz insbesondere zum gestrigen Rätsel enthielt das heutige eine Menge konkreter Hinweise auf das tatsächliche Geschehen, sodass es ungleich leichter gewesen sein sollte, es per Suchmaschine zu lösen. Gleichzeitig dürfte das Ereignis an sich, insbesondere aber der Name der betroffenen Person, wesentlich wenige bekannt sein als die gestrige Faxposse.

    Will sagen: Klar habe ich gefragt, ob man es ohne Google lösen könne, ging aber gleichzeitig davon aus, dass so gut wie niemand dazu in der Lage sein würde – zumindest dann nicht, wenn er oder sie Wert darauf legt, den Namen korrekt zu schreiben. Oder wie Max sagt: Wer ihn korrekt schreibt, ist gedopt.

    Zur Sache:
    Er ist nass geworden, während des Wettbewerbs, der im Rahmen einer EM stattfand und den er gewinnen würde. Regen, oder etwas, das dem Wettbewerb innewohnt. Ein Wasserhindernis beim Reiten, irgendeine Wassersportart, was Querfeldeiniges, so etwas halt. Zum Reiten passt Deister, über den sich insbesondere die etwas älteren Semester gefreut haben (“Hinweis gewordener Oxer”!), wenn ich das recht sehe. Springen, Hindernisse, Sie wissen schon.

    Er freut sich sehr, vielleicht übertrieben, zudem sehr früh (hier bitte Bundesliga-Querverweis einfügen), indem er sein Trikot auszieht und es in den Mund nimmt. Ach, und irgendwas mit Maskottchen, dazu später.

    Tatsächlich kommt er auch, das erste Terzett besagt es, “vermeintlich” als Sieger ins Ziel, doch irgendwas ging wohl schief. Die Wettbewerber aus dem Nachbarland bekommen tatsächlich deshalb recht, @philgort, weil sie Protest eingelegt haben, damit einer der ihren von Platz 4 auf 3 vorrücke. Es gelang, ein Spanier war damit Dritter, der siegreiche Franzose wurde disqualifiziert, weil er kein Trikot trug und die Nummer nicht sichtbar gewesen sei – wobei einige Mitratende hier darauf hingewiesen haben, dass die Nummern ohnehin nicht mehr auf den Trikots angebracht werden, und in der Tat gibt es Bilder aus diesem Rennen, auf denen Mahiedine Mekhissi Benabbad zwar mit freiem Oberkörper, aber auch mit sichtbar an der Hose befestigter Nummer zu erkennen ist.

    Ich konnte mich schon damals des Eindrucks nicht erwehren, dass der Europäische Leichtathletik-Verband nicht böse war, den nicht immer pflegeleichten Franzosen disqualifizieren zu können. Was ich angesichts seines Auftritts im Finale zwar nachvollziehen kann; Fightis Schlusswort überzeugt mich dennoch mehr. Besonders angetan haben es Mekhissi Benabbad offenbar die Maskottchen. Natürlich hegte er keine Mordgelüste, zumindest keine verbrieften, aber er hatte sich verschiedentlich mit ihnen angelegt und in einem Fall ein junges Mädchen zu Boden gestoßen, das in der Verkleidung steckte.

    Viele Antworten verweisen auf die für den Namen benötigte Suchmaschine, einige haben Wert darauf gelegt, eben diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Ob jemand ohne Hilfe vollständig und ohne Buchstabendreher antworten konnte, kann ich nicht sagen. Ist auch nicht wichtig, würde mich aber interessieren.

    Ist leider spät geworden heute, ich muss an dieser Stelle abschneiden. Vielen Dank einmal mehr für Eure witzigen, kunstvollen, zum Teil in, Verzeihung, süßer Art und Weise entschuldigenden Kommentare, weil Ihr die Suchmaschine bemüht habt. Ich habe großen Spaß.

    Ach, und ja, SD: Natürlich schaust Du zu wenig Sport. Jeder tut das.

    Uschi Nerke, wieder was gelernt.
    Und Hinault, ja, die Geschichte kannte ich. Schöner Querverweis.

    Honourable Mentions (habe heute bisschen viel Chip and Charge gehört) gehen zum einen an all jene, die den ungelenken Namen metrisch verwertet haben, zum anderen an die, die allein auf Basis meiner Worte und ohne Google ihren Weg gesucht und dokumentiert haben.

  32. Ich kann aus eigener Erfahrung mitteilen, dass es alles andere als „einfach zu googeln“ war, wenn man nicht wusste, wonach man suchte. Wie du ja zurecht gesagt hast, waren die Details eigentlich alle ausführlich im Text. Man konnte sich sehr gut zusammenreimen, was da passiert sein muss: Eine EM, jemand jubelt, zieht sich das Oberteil aus, die Nummer ist nicht mehr zu sehen, er wird disqualifiziert. Jetzt gilt es nur noch herauszufinden, welche Sportart und welcher Mensch. Easy, oder?

    Tatsächlich liefern aber sämtliche Suchen mit Begriffen wie „Trikot + ausgezogen + disqualifiziert“ oder „EM + Nummer + disqualifiziert“ oder „Nummer nicht zu sehen“ etc.etc.pp. keinerlei sachdienlichen Hinweis. Stattdessen lässt sich Google viel zu schnell von gewissen Triggerwörtern ins Bockshorn jagen („EM“ ist immer sofort Fußball, etc.).

    1. Ah, spannend. Bei mir ging’s grade eben im Selbstversuch recht gut, aber das mag an meinem trainierten Browser liegen, der weiß, wo ich mich in den letzten Wochen so rumgetrieben habe. Was vermutlich dazu kommt: Die Nummer hat in der Berichterstattung nach meiner Wahrnehmung kaum eine Rolle gespielt.

      An der Reaktion auf die Triggerwörter trage ich eine Teilschuld. Wie oft gebe ich nur WM + Jahreszahl oder „Deutscher Meister“ oder Ähnliches ein und verzichte auf „Fußball“?! Bei anderen Sportarten komme ich nicht auf die Idee. Wie so viele andere, klar.

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