drei/zwanzigsiebzehn

Der Mann ist zweifellos recht unbekannt.
Kein Wunder! Denn fürs Fernsehn ist sein Sport
– manche eine(r) hinterfragt auch dieses Wort –
bloß bei Olympia leidlich intressant.

Wie dem auch sei: Grad im Olympialand
brilliert er seinerzeit in einem fort
und deklassiert die andern ebendort –
ob kniend, liegend oder auch im Stand.

Er ist, so scheint es, uneinholbar vorn,
doch nimmt dann plötzlich Nachbars Bahn aufs Korn,
zentriert ihm eine aus dem vollen Lauf.

Als er – besiegt – zur Siegertreppe stiert,
ahnt keiner, dass er nochmal repetiert:
Same same but different, heißt’s vier Jahre drauf.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider öfter mal), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

28 Gedanken zu „drei/zwanzigsiebzehn

  1. Ah, eine Schmermi-Huldigung. Schießen, Olympia 2004, und der Ami Matthew Emmons zielt auf und trifft die falsche Scheibe. Hihi, fast wie unsere Wurstkönigin in Rio. Obwohl: Die hat eigentlich gar nix getroffen.

  2. Der Verdacht, es gehe um Schießen kam schnell auf. Und war da nicht mal was? Hat da nicht mal einer die falsche Scheibe im Visier gehabt? Aber wann? Und vor allem wer? Da komme ich nun wirklich nicht mehr drauf. Wäre ja schon froh, wenn ich außer Schumann noch einen deutschen Schützen oder eine Schützin parat hätte. Die sind ja wirklich nur medial präsent, weil sie so oft für die erste deutsche Medaille sorgen (sollen). Ok Google: Matthew Emmons. Olympia 2004. Doch schon so lange her. Sein Pech 2008 war mir dann schon nicht mehr bewusst.

  3. Ein Sportschütze, der auf der falschen Bahn trifft. Hatte erst den Deutschen Olympiasieger Ralf Schumann in Verdacht, aber Google belehrte mich, dass dieses Missgeschick bei Olympia Matthew Emmons passierte, 2004 in Athen (Olympialand) erst Gold , dann 2008 verschossen, 2012 wieder Medaille. Kurz vor der Sonntagstour daher die Lösung, nach meiner Rückkehr heute Abend werde ich sehen, ob’s passt – oder ob ich auch daneben gezielt habe.

  4. Das war sogar echt machbar.

    Matthew Emmons sollte der Mann sein, der im Finale auf die falsche Bahn schoss.

  5. Tja, den Namen habe ich nicht parat. Müsste aber ein US-Schütze sein, der es bei Olympia zweimal verbockte. Etwas irritiert bin ich gleichwohl bei „sitzend“. Die Schützen schießen beim Dreistellungskampf stehend, kniend und liegend. Ich weiß allerdings nicht, ob das olympisch ist. Das schreibe ich als Mann einer Sportschützin. 🙂

  6. Das war mal wieder recht leicht für mich. Es geht ums Schießen, um Matthew Emmons, der 2004 auf die falsche Scheibe schoss und 2008 so nervös war, dass er beim letzten Schuss nur die 4 traf. Das hätte auf der Kirmes nicht mal die Rose gebracht!

  7. Hihihi, heut ist es leicht: dem Matt gelang das Zauberstück. Gleich 2x im größten Finale der Welt, dem Olympischen, Semmel Emmons daneben. Als ich wenige Wochen an selber Stelle stand habe ich sehr genau aufgepasst, damit dies mir nicht passiert.
    Danke dir, lieber Heinz, dass du dich auch um diese Sportarten kümmerst.

  8. Matthew Emmons, Dreistellungskampf. Beim letzten Schuss 2004 auf die falsche Scheibe geschossen. 2008 dann zu früh und damit ungenau.
    Sportart und Zeitpunkte waren schnell klar, für den Namen musste aber Onkel Google helfen.

  9. Er führte jeweils bis zum Schluss.
    Sein Schicksal war der letzte Schuss.
    Den setzte er jeweils in den Sand.
    Gab sicheres Gold stets aus der Hand.

    Matthew Emmons

  10. Matthew Emmons in Athen 2004. Daß es um Schießen bei der Sommerolympiade geht, war klar, den Namen musste ich aber schon googeln. Wer kann sich sowas denn merken?

  11. Dass auf die falsche Scheibe geschossen wird kommt beim Biathlon wohl durchaus Mal vor, mir fällt nur leider kein Mann ein, dem das Malheur in Führung liegend wiederfuhr, sondern nur Magdalena Neuner…

  12. Schiessen, darum geht es wohl. Dreistellungskampf mit dem Gewehr.
    Das war nicht schwer.

    Der Name wohl schon eher.

    Matthew Emmons ist gesucht. Olympia 2004 traf er, aber die falsche Scheibe.

  13. Den Schützen musste ich googlen. Nach Ralf Schumann und Barbara Engleder hört mein Wissen in dieser Art von „Sport“ (sehr schön!) auf. Es wird sich bei dem Gesuchten wohl um Matthew Emmons handeln, der scheinbar 2004 in Athen im letzten Schuss des Dreistellungskampfs auf die falsche Scheibe schoss. Wieder was gelernt. Danke Kamke, danke Internet.

  14. Nach kurzem gedanklichen Ausflug in den Golfsport, rasch verworfen wegen seltener Schläge im Liegen, muss es wohl Schießen sein. Drei Positionen, also Dreistellungskampf, aber für den Namen musste dann doch fremde Hilfe her: Matthew Emmons in Athen

  15. Kniend, liegend, Stand und aufs Korn. Die Sportart war gleich klar: Dreistellungskampf. Bei dem mehrfachen Ortsmeister im Luftgewehr ist ansonsten ein großes Nichts im Kopf. Den Namen kannten aber sicher unsere Olympiasiegerin und natürlich Hr. Thies.

    Google antwortet: Matthew Emmons.

  16. Heut ist es wieder leicht genug für mich,
    die Zeichen weisen eindeutig aufs Schießen.
    Ein Sport, der mir doch ziemlich langweilig
    erscheint und deshalb auch nicht zu genießen.

    Doch DIE Geschichte hab ich noch parat
    (obwohl kein Fachmann für Pistolenkugeln):
    ein Fehlschuss grad als die Entscheidung naht,
    doch Ort und Namen musste ich dann googeln.

    Der Emmons Matthew machte schräge Sachen,
    verwechselt in Athen des Zieles Scheiben,
    und um das Unglück dann komplett zu machen,
    gelang’s ihm, sich in Peking treu zu bleiben.

    Beim letzten Schuss versagten ihm die Nerven –
    vielleicht sollt‘ er statt Schießen lieber werfen …

  17. Der Emmons Matthes aus den USA
    beim dreifach Schießen in Athen auf dem Weg zum Star.
    Der letzte Schuß bei der Kniendübung
    die Scheibe des nachbarn durchdrung,
    Statt Gold das Rotlicht sein Preis war.

  18. Dreistellungskampf, dort muss ich suchen,
    Ela Schmermund weiß es natürlich längst,
    ohne Google würde ich laut fluchen.
    doch sie sagt: „Stellung, hihihi, Du hängst“.

    Doch missionarisch ist nur mein Eifer,
    als ich jenen suche, der kein Gold gewonns.
    Keine Spur von wildem Geifer,
    ganz nüchtern schreib ich: Matthew Emmons.

  19. Wow, ich weiss tatsächlich auch mal was.
    Für den Namen musste ich kurz Google konsultieren. Der Fall war mir bekannt.

    Vielen Dank und Kompliment für den tollen Kalender!

  20. Lateinunterricht, damals: ponere – setzen, stellen, legen

    Werde ich nie vergessen. Tat ich wohl auch gestern nicht, als ich mal wieder ein Reimrätsel kurz vor Toreschluss über den Haufen schmiss, und so stand da plötzlich “sitzend, liegend oder auch im Stand”, wo statt sitzend kniend hingehörte. Peinlich. Herzlichen Dank an Herrn Kickschuh-Blog, der mich darauf aufmerksam machte. Ich hab’s korrigiert, ohne die Änderung kenntlich zu machen. Wollte nicht noch deutlicher auf die Lösung hinweisen.

    Der Hinweise gab es in der Tat viele, was wohl auch meiner Vermutung geschuldet war, dass nur wenige die Lösung einfach so wissen würden. Die Antworten deuten dann auch darauf hin, dass Sportart, Disziplin, Ort und Zeit ganz gut herzuleiten waren, es aber für den Namen häufig einer Suchmaschine bedurfte.

    Der unter Nicht-Experten eher unbekannte Mann betreibt eine Sportart, die nicht jeder als solche sieht und die bestenfalls bei Olympia ein bisschen öffentliches Interesse erfährt. Als die Spiele in Griechenland stattfinden, also 1896, 1906 (na ja) oder 2004, also wahrscheinlich 2004, war er der Beste in einer Disziplin, die man in drei Stellungen betreibt.

    Er nahm die Nachbarbahn aufs Korn, man denke an die Kimme, der Lauf war gefüllt (was sicher nur Laien so sagen können), und zentrierte dem Nachbarn eine. Kugel.

    Also gewann er nicht und war ob des Unvorstellbaren völlig konsterniert. Vier Jahre später lag er wiederum vor dem letzten Schuss deutlich vorn, schoss diesmal zwar auf die richtige Scheibe, aber mit verheerendem Ergebnis. Kirmesexperte @sport_thies weiß es genau. Wir sprechen von Matthew Emmons aus den USA.

    Vermutlich wird beim Dreistellungskampf nicht repetiert, ich weiß es nicht. Man denkt halt ans Schießen, und ganz ehrlich: Ich mochte den Reim so gern.

    @Sascha, @marktwain64: Na, na, die arme Frau S.! (Hihihi.)

    @Asgeirsson: Die erste Medaille, stimmt. Wie die Kugelstoßer/-innen bei der Leichtathletik.

    @Nutman: Nicht ganz. 2004 zwar Gold, aber das Drama im Dreistellungskampf war auch 2004, und 2008 dann wieder, nur anders.

    @Martin: Der ist schön.

    @SD: Hatte lange überlegt, ob ich die Liebesgeschichte auch noch einbauen kann und soll. Entschied dann, sie im Kommentar anzusprechen. Danke, dass Du das übernommen hast.

    @Manuela: Damit hätte ich nun wahrlich nicht gerechnet, dass Du so was weißt … Und bitte, gern.

    @Torben: Liegendgolfen kommt nächste Woche irgendwann, glaube ich.

    @hirnwindungen: Großer Schaatser, Ortsmeister mit dem Luftgewehr – Randsportkönig!?

    @Faouzi: Sehr schön.

    @philgort: Hatte noch auf Deine Nachbesserung gewartet, jetzt kann ich veröffentlichen. Ähem.

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