zwei/zwanzigsiebzehn

Zwar fuhr er mit der Konkurrenz nicht Schlitten,
doch lief es ziemlich rund und meistens glatt:
So war er, großer Siege niemals satt,
als Favorit olympisch unbestritten.

Dort machte er erneut mit Riesenschritten
von Anfang an die Konkurrenten platt.
Doch als das Gold schon durchgeschimmert hat,
ist ihm der Sieg fast unbemerkt entglitten.

Es scheint absurd, dass er noch nicht mal ahnte,
dass er sich nicht den Weg zum Golde bahnte –
dem Trainer war er leider nicht vertraut.

Als jener das Schlamassel – bald – erkannte,
sein Schützling aber unvermindert rannte,
da hätt ich gerne nicht mehr hingeschaut.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider öfter mal), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

28 Gedanken zu „zwei/zwanzigsiebzehn

  1. Gerätselt, nachgedacht, ein bisschen in wahrscheinlich falsche Richtungen geforscht. Und nun: werde ich bei der Auflösung wahrscheinlich einen Ach-ja-Effekt verspüren. Schade für mich, aber ich bleibe dran. 🙂

  2. Es muss wohl an der Sportart liegen, dass ich mich an den heute gesuchten Akt des Verkackens nur entfernt erinnere. Reißt mich selbst bei Olympischen Spielen nicht so vom Hocker. Doch die Hinweise waren so präzise zu entschlüsseln, dass sie letztlich zu Wolf Dieter Poschmanns zweitliebster und der Niederländer liebster Sportart führten (keine Fußballwitze an dieser Stelle): Zum Eisschnelllauf und damit zum Drama um Sven Kramer. Auf Traineransage Bahn falsch gewechselt, in Vancouver.

    Es dreht auf seine eigne Weise
    Auf blankpoliertem Ahorneise
    Ein Niederländer seine Runden,
    Nur für Minuten und Sekunden.

    Doch weil sein Coach den Weg nicht wusste,
    Kram er, wie es kommen musste.
    Der Sven ist schlicht falsch abgebogen,
    Und so ward ihm das Gold entzogen.

    Das Land in Kummer, muss sich quälen,
    Replay auf sämtlichen Kanälen.
    Trotz Sieg über fünf Kilometer
    Das Drama über zehn folgt später.

  3. Ha. Im Gegensatz zu gestern hatte ich diesmal direkt eine Szene im Kopf und hoffe nach (erfolgreichem?) Googlen nun, es handelt sich hierbei womöglich um Sven Kramer in Vancouver 2010.

  4. Schaatsen ???
    Bin wahrscheinlich einer der vier Deutschen, die bei 10km-Rennen jede Rundenzeit mitschreiben. Zudem werde ich es mir nie verzeihen an einem Samstag 1997 nicht zur letzten Elfstedentocht gefahren zu sein. Danke Klimawandel! 😉
    Stattdessen drölf Stunden lang TV geschaut.
    Aber zurück zu Olympia.
    Tagelang gab es im niederländischen Radio kein anderes Thema als Kemkers. Dagegen war 1974 Hölzenbein schon fast ein holländischer Nationalheld. Also kurz hinter dem König (selbst Prins Pilsje war 1997 dabei, als Läufer!) und weit hinter den besten Schaatsenrijdern wie Sven Kramer.

  5. Nach mühsamer Recherche und einiger versteckter Tweethinweise vermute ich nicht ohne Restzweifel Eisschnelläufer Sven Kramer.

  6. Puh. Musste lange überlegen. Aber ich bin bei Vancouver 2010. Könnte es Sven Kramer sein? (Name musste ich zugegeben googeln)

  7. Sven Kramer 2010 glaube ich, vom Trainer auf die falsche Bahn geschickt.
    (Müsste jedoch die Suchmaschine anwerfen,weil ich mich nur noch die Geschichte erinnere,nicht mehr an den Namen)

  8. Vorhin als ich entstieg dem warmen Bett
    Da war mir klar, weil heute Samstag is,
    Hab ich vielleicht doch mal mehr Zeit und Biss,
    Da dicht auch ich wie Kamke ein Sonett!

    Oh weh, hab sowas niemals nie gemacht,
    Wie soll denn das mit dieser Versform gehen?
    Den Jambus und das Rätsel noch verstehen?
    Doch Google hilft, das wäre doch gelacht!

    Die ersten Zeilen kommen wie gerufen,
    Der Held der Tragik, läuft der auch auf Kufen?
    Sven Kramer kam mal ab von seiner Bahn!

    Fast wünscht man ihm, dem armen, armen Wicht,
    Dass er (wie Namensvetter Christoph) nicht,
    Mehr weiß, was damals doch geschah im Wahn.

  9. Sven Kramer 2010, der bei den 10 000 kurz vor Schluss beim Lauf zu Gold vom Trainer auf die falsche Bahn geschickt wurde.
    Einer von diesen Momenten, die man auch als Zuschauer nie mehr vergisst.

  10. Eisschnelllauf. Disqualifikation im Finale aufgrund eines falschen Bahnwechsels nach Anweisung des Trainers, der Sven Kramer die „frohe“ Kunde selbst überbrachte.
    (Den Namen musste ich ersuchmaschinen, aber im Hinterstübchen hatte ich noch diffuse Bilder davon.)

  11. Das müsste Sven Kramer (Eisschnelllauf) gewesen sein. Was für ein Drama! Vom Trainer auf die falsche Spur geschickt, Gold praktisch weggecoacht.

  12. Was hat der Koreaner wohl bezahlt,
    dem Trainer, Sven die falsche Bahn zu weisen?
    Verschwörungstheorie, fast wie gemalt.
    Herr Kramer gleichwohl konnte nix beweisen.

    So war das für den Niederländer bitter,
    denn Gold war futsch, obwohl er vorne war.
    Disqualified, er wurde nicht mal Dritter
    in Kanada, Vancouver, isch doch klar.

  13. Es war zur Zeit von Präsident Obama.
    An jenem Tage stimmte nicht das Karma.
    Stattdessen gabs ein echtes schlechtes Drama.
    Er schlug sich selber: Kramer gegen Kramer.

    (Gestern war es ja einfach. Obwohl ich mir da ohne Nachschauen auch nicht völlig sicher war. Heute musste ich mich dann sowohl an die subtile Art und Weise erinnern, wie Herr Kamke üblicherweise Hinweise versteckt, als auch nach dem ja doch nicht unbekannten Sportler googeln. )

  14. Juhu, endlich wieder das gefühlte Kamkessche Adventskalendergefühl.
    Keine Ahnung.
    Es geht wohl um Wintersport und wahrscheinlich ist jemand beim Langlauf oder Biathlon falsch abgebogen… aber weiter komm ich nicht.

  15. Ich gebe zu, ich war auf dem Holzweg unterwegs. Marathon dachte ich, das wär die Sportart. Große Schritte haben mich falsch geleitet.
    Ich bin ja so ein Holzkopf, das zeigte mir Google dann.

    Eisschnelllauf, darum geht es wohl.
    Sven Kramer ( Hol ) nahm 2010 im 10000 m Lauf die falsche Bahn, die hatte ihm sein Trainer angewiesen.

    Aber diese Lösung läuft ausser Konkurrenz. Ohne dieses Internet stände ich jetzt noch völlig im Wald.

  16. Irgendwas mit schnellen Kufen?
    Hab die Suchmaschine aufgerufen.
    Tippe ein: Pleiten, Pech und Pannen,
    stöbere, was Kamkes Zellen ersannen.
    Der Trainer führt mich auf die Fährte,
    der ihm das begehrte Gold verwehrte.
    Irgendwann lässt mein Browser den Sven Kramer laden.
    Den logg ich ein, kann ja nicht schaden.

  17. Sven Kramer hieß der arme Jung. Wäre mir dies passiert, hätte ich wohl mit meinem Coach laufender Keiler gespielt…vllt

  18. Hm,
    gestern noch vom Lös-Erfolg erheitert,
    bin ich heute voll und ganz gescheitert.

    Ich hab keine Ahnung.
    Schlitten deutet auf Wintersport, rund und glatt vielleicht auf Eisschnelllauf? Aber dass da jemand sein Scheitern (anders als der Trainer) nicht erkennt und einfach weiterläuft, lässt bei mir nichts klingeln.
    Ich bin dann wieder dabei, wenn endlich Frank Mill kommt … 😉

  19. Mein Zeitbudget ist heute recht eng, der Kommentar ist am Nachmittag entstanden.
    Was ich gesehen habe: Es ist ein bisschen schwieriger als gestern, nicht wenige googelten anscheinend, dafür hatten andere noch alles sehr präsent, wieder andere zumindest die Geschichte. So soll das sein, vielen Dank, Ihr macht mir Freude! (Auch wenn der eine oder die andere drüben bei Twitter mitunter ein bisschen freigiebig ist mit ihrem oder seinem Wissen.)

    Olympia, mal wieder. Klingt nach Winter. Nicht Schlitten, aber schon glatt. Eisig, vielleicht. Und ziemlich rund. Kein perfekter Kreis? Oval? Unser Held war der Topfavorit und hatte wohl sonst schon so einiges gewonnen.
    Riesenschritte. Zu Fuß unterwegs. Gut unterwegs, auf Goldkurs, doch dann ging etwas schief. Er ist “entglitten”. Falsch geglitten, vielleicht. Und keiner hat’s so recht gemerkt.
    Vor allem er selbst nicht, wie das erste Terzett deutlich macht. Er war nicht unterwegs zum Gold, mit ner Bahn ist was, und der Trainer kannte den Weg nicht.
    Der hat dann doch noch gemerkt, dass was falsch läuft. (Und zwar sein Sportler. Schnell.) Furchtbar, das anzusehen.

    Konkret: Vancouver 2010, Trainer Gerard Kemkers schickte Eisschnelllauf-Superstar Sven Kramer über die 10000 Meter am Ende einer Kurve auf die Innen- statt Außenbahn. Die Fachwelt erkannte den Fehler sofort, hielt den Atem an, Kramer lief weiter, stellte eine deutliche Bestzeit auf, doch wurde disqualifiziert. Verkackt. Vom Trainer, aber auch vom Sportler.

    @sport_thies: Du weißt, wo Du Sack und Asche findest?

    @rebiger, @derUebersteiger: Ich freu mich ehrlich gesagt ein bisschen. Gehört dazu. (Und natürlich ist die Sachlage beim Eisschnelllauf noch mal eine ganz andere als beim Biathlon …)

    @lurchmolch: Und hier freu ich mich auch. Dass die Hinweise hinreichend präzise seien, und über den Zwölfzeiler sowieso.

    @Nember: Erfolgreich? Erfolgreich!

    @S666HB, @Janni: Genau so. Furchtbar.

    @Hirnwindungen: Ich erinnere mich dunkel, dass wir Deine Nähe zum Schaatsen letztes oder vorletztes Jahr schon mal diskutiert hatten. Als ich Deinen Kommentar sah, kam es zurück. Laienfrage: Was war 1997?

    @Kickschuh: Ob sie bereits in einem Museum liegt? Jemals liegen wird?

    @SD: Hohoho! A new Sonnetist in town! And a good one.

    @martin: Ich muss wohl meinen Stil variieren. Wenn ich’s denn könnte.

    @Doktor_D: Holzweg (bei Twitter), Holzkopf, Wald … es weihnachtet?

    @Manuela: Ich lachte zu laut.

  20. Tja, beim zweiten Kamke war auch ich auf der falschen (Eis) Bahn… Ich war gedanklich bei Bob, Skeleton und Rodeln (der Schlitten hatte mich aufs Glatteis geführt) und hab da rumgerätselt. Die Kramer-Story schlitterte irgendwie an mir vorbei damals… Ok, next Chance today…

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