neunzehn/zwanzigsechzehn

Der eine siegt sehr früh im neuen Jahr
– sein Gegner scheitert kurz zuvor am Wind –
und in der Schar der Gratulanten sind
die Herren Caspar, Melchior, Balthasar.

Beim andern wird gar fast ein Wunder wahr
– kaum jemand ahnt auch nur, dass er gewinnt.
Gilt vielerorts bis heut als Glückes Kind,
weil eine Hälfte nicht zugegen war.

Das mag wohl sein, das Schicksal war ihm hold;
doch letztlich zählt: Er hat Olympiagold,
verließ den Ring bei Sonnenschein als Sieger.

Sein Namensvetter machte Wintersport
(Olympiasilber, zweimal Intersport)
zur Hoch-Zeit mitteldeutscher Überflieger.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.
(Falls ich es technisch hinbekommen habe.)

21 Gedanken zu „neunzehn/zwanzigsechzehn

  1. Skispringen, Vierschanzen, Olympia, Sommer, Boykott, der Hinweise heute Legion.
    Rolf Danneberg war noch im Kopf, der Jochen allerdings nicht mehr. Obwohl ich Innsbruck 76 krank im Bett verfolgte, mit einem ca 15cm großen Schwarzweiß-Monitor auf dem Nachttisch. Mit Zimmerantenne. Für den damals Siebenjährigen ganz schön modern.

  2. Jochen und Rolf Danneberg! <3

    Bei "Das Spiel meines Lebens" noch über seine Sonnenbrille gesprochen. Hach. Danke!

  3. Na das ist ja ein tolles Paar,
    Der eine wirft, der andere fliegt
    Und das vor über 30 Jahr,
    Dann wurde der kalte Krieg besiegt!

    Jochen zeichnet aus der Wille,
    Gewinnt nur eines von den Sieben.
    Rolf kenn ich mit trüber Brille,
    Hat sich mit Schülern aufgerieben

  4. Skispringer Jochen Danneberg und ein Sportler, bei dem Nachname und Heimatverein einen identischen Reim bilden: Diskuswerfer Rolf Danneberg von der LG Wedel-Pinneberg.

  5. Oh, das brauchte einen Moment.

    Die erste Sportart hatte ich gleich, wobei mich der Ring bei der zweiten auf Wege führte, die verschlungen waren, aber vor allem von der Lösung wegführten.

    Denn die liegt dieses Mal nicht in Lüchow, sondern in Danne(n)berg.

    Rolf warf den Diskus einmal weiter als alle anderen, erinnere mich nur noch an seine grauen Haare und das Kassengestell. Und von Jochen bleibt mir nur der Name, das ist wohl meiner Westsozialisation geschuldet.

  6. Aaahh bin zu jung. Jochen Dannenberg hatte ich nur als Skisprungtrainer im Kopf. Dann ist der andere natürlich Rolf Danneberg, Diskus. Letzterer war mir nicht als Olympiasieger im Kopf.

  7. Nun denn hier meine heutige Lösung bei der Ergebnislisten zugegebenermaßen eine wichtige Rolle spielten.

    Ach und Herr Kamke vorab: Es gibt 47 Sieger der Vierschanzentournee. 10 davon stammen aus Deutschland. Wenig ist anders. =P

    Ich begann also zu schauen wann Deutsche die Tournee über ein paar Jahre hinweg gewinnen konnten und versuchte mich krampfhaft zu erinnern wann einer von ihnen windbegünstigt gewann. In Frage kamen 57/58-60/61, 72/73-76/77 und 81/82-84/85. Denn wer von denen welche Olympiamedaillen gewann… puh (gut Weißflog aber sonst?). Munteres Ergebnislisten studieren später fand ich heraus, dass Jochen Dannebergs erster Sieg sehr vom Pech Toni Innauers geprägt war und siehe da Danneberg holte auch Olympiasilber.

    In der Zwischenzeit ging mir auch ein Lich auf, dass beim zweiten Teil des Rätsels mal wieder auf Olympia 84 rumgeritten wird. Es konnte eigentlich nur Kugelstoßen oder Diskuswerfen sein. Und ich muss gestehen ich habe noch nie etwas von Rolf Danneberg gehört aber immerhin das Rätsel dank fleißiger Recherche gelöst. (Wehe das ist falsch!)

  8. Puh, ist das schwierig heute.

    Ich verstehe, dass ein Skispringer gesucht wird (zweifacher Sieger der Vierschanzentournee und Olympiazweiter). Aus der ehemaligen DDR. Jens Weißflog scheidet aus, da er sogar Olympiasieger wurde. Es gab noch weitere Gewinner der Vierschanzentournee aus dem Osten. Klar. Aber nur ein Name fällt mir ein: Deckert. Ob’s stimmt? Abgesehen davon habe ich keinen Vornamen parat.

    Dementsprechend kompliziert ist es, den anderen Sportler zu finden. Olympiasieger bei Sonnenschein im Ring dürfte Kugelstoßen, Hammer- oder Diskuswerfen sein. Aber kein Deckert, oder? Der Beschreibung nach, fällt mir nur einer ein: Christoph Harting, der sensationell in die Fußstapfen seines unpässlichen Bruders trat und ihn als Olympiasieger beerbte. Keine Ahnung, ob einer der Skispriger aus dem Osten Harting hieß. Also wieder raten: Erich Harting.

  9. Blöd das ich schon den Kommentar vom Zugzwang hier sehe, zumal die Lösung auch noch die Meine ist.

    Rolf und Jochen Danneberg. Rolf gewann ziemlich überraschen Gold 1984 im Diskurwerfen in LA. Jochen zweimal die 4 Schanzentournee. Ich habe ihn noch springen sehen.

  10. Was ich vermisste dieses Jahr,
    das kann man gar nicht glauben,
    das ist nun endlich heute da,
    wollt‘ Kamke uns berauben

    der 84er memories?
    Letzt‘ Jahr noch immer hier präsent!
    Das fände ich nun wirklich mies,
    die Damals-Sieger jeder kennt!

    Doch hier ist nun Rolf Danneberg,
    Pasquale ist es nich,
    das war ein großes Meisterwerk,
    mir sehr erinnerlich.

    Der andere muss wohl Skisprung sein,
    da denkt man mehr an Schmidt
    und andre Helden mir erschein‘,
    doch passen die hier nit.

    Für Jochen fühl‘ ich mich zu jung,
    das ist doch auch mal toll,
    doch Google hilft zu neuem Schwung,
    die Antwort kommen soll!

  11. erster gedanke: jens weißflog – aber wer wäre da der (leichtathleik?)-mann im ring?
    damit war ich raus.

    ach, kamke, das hinterlässt doch alles spuren.

    mit google-hilfe schlage ich jetzt danneberg vor – jochen, den skispringer (der für so großartige vereine wie sc traktor oberwiesenthal, ask vorwärts brotterode und ask vorwärts oberhof startete) und rolf den diskuswerfer.

  12. Danneberg.
    Aber ohne große Hilfe hätte ich nur Vierschanzentournee sowie
    Olympiasieger 84 in einer der Leichtathletikdisziplinen mit Ring
    schreiben können. Das ist heute was für die Älteren.

  13. Huch, ich weiß was. Ein bissel nachhelfen mussten Suchmaschine und Wikipedia, weil mir zwar einige Skispringer einfielen, aber wer, wie oft die Tour gewann und Olympiasilber hatte, das weiß ich so nicht.
    Bezüglich irgendwie Gold, weil irgendwer nicht, das hatte ich schon mal gehört, aber auf den Namen wäre ich nicht gekommen.

    Jochen Danneberg bei der Vierschanzentournee gehört zu den ersten, die ich in diesem Fernsehen damals habe springen sehen. Olympia 1984 habe ich auch einiges gesehen, aber ich wäre nicht selbst auf Rolf Danneberg gekommen.

    So, für den Schnitt der Kommentierenden wäre es somit gar nicht selbst gelöst, aber ich bin für mich zufrieden.
    Falls die letzten Rätsel des diesjährigen Kalenders damit enden, dass ich nicht mal ansatzweise eine der Sportarten erkenne, ist es für mich jetzt trotzdem alles gut.

  14. Der eine ist eindeutig ein Schanzenhüpfer, der andere wohl Boxer (wg Ring steigen und so). Erfolgreiche deutsche Hopser gibt es einige, beim Boxen kenne ich mich nicht aus. Das die Hälfte fehlt, ist wohl ein Hinweis auf die Olympischen Spiele in Moskau oder Los Angeles, da dort fleißig boykottiert wurde.

    Ich sach deswegen einfach mal Sven (Skisprungfliegen) und Klaus-Peter (echter Name der Redaktion unbekannt) Hannawald.

  15. Das sind Jochen Danneberg (Skispringen) und Rolf Danneberg (Gold im Diskus 1984 in LA, wo der ganze Ostblock „zurück“-boykottierte).

  16. Heut ist mal wieder einer dieser schlimmen Tage,
    wo ich den Dichterehrgeiz tief im Manne merk.
    Zermarter mir das Kleinhirn angesichts der Frage:
    Verdammt noch mal, was reimt sich nur auf Danneberg?

    Die Vornamen sind leicht, da nehm ich Wolf und Knochen
    und schließ die Zeile elegant mit Rolf und Jochen.

  17. Rolf und Jochen Danneberg – so vermute ich –
    einmal Diskus – einmal Skisprung – ist das so richtich?

    Der Ring, Olympia und Boykott – das alles passt so gut –
    beim anderen der Dreikönigstag – nach viermal Schanzenflug…

    Mensch Kamke, Jung, ich danke Dir – für Deine Rätselei,
    die Ablenkung vom Arbeitstag, die macht die Birne frei…

  18. Wieder eines meiner ersten Paare, in diesem Fall auch ein lange vor den ersten Veröffentlichungen geschriebener Text, der mangels fundierter Einschätzung des unglaublichen Wissens der Mitratenden recht viele Hinweise zumindest auf den Wintersportler enthielt, vielleicht ein bisschen redundant.

    Heute früh hatte ich im trauten Zwiegespräch kurz die Hoffnung zu äußern gewagt, dass es mir möglicherweise gelingen könne, dieses Jahr ohne eine Veröffentlichungspanne durch den Kalender zu kommen. Pustekuchen – die kleinen Sünden … Am späten Vormittag hatte ich versehentlich einen Kommentar freigeschaltet, der kurzzeitig die richtige Lösung auf dem Silbertablett servierte. Sorry.

    Vermutlich war das auch Ausdruck des Umstands, dass die anstehenden Feierlichkeiten mir nun doch etwas mehr zusetzen als gedacht, zeitlich, vor allem, drum rasch zum Punkt:

    Im ersten Quartett dürfte rasch klar werden, dass jemand am Dreikönigstag gewann, was ziemlich eindeutig zur Vierschanzentournee und damit nach Bischofshofen weist. Zudem scheiterte der Konkurrent kurz zuvor – möglicherweise in Innsbruck – am Wind.

    Zweites Quartett, Namensvetter: sehr überraschender Sieger, nur eine Hälfte zugegen: Paradebeispiel für eine solche Situation sind die beiden großen Olympiaboykotts von 1980 und 1984, die die Ost-West-Einteilung der Welt (die zunächst explizit im Text war, ihn aber wegen Überladung verlassen musste) in jener Zeit bezeugen. Konsequenz: Es geht um einen Sommersport.

    Im ersten Terzett erhalten wir die Bestätigung, dass es um Olympia ging. Der Gesuchte trat in einem Ring an. Boxen vielleicht. Oder Wurfdisziplinen in der Leichtathletik. Der Sonnenschein spricht für Letzteres. Die Sieger, deren Namen wir selbstverständlich kennen, waren: Alessandro Andrei, Kugel; Juha Tiainen, Hammer; Arto Härkönen, Speer (also ohne Ring); Rolf Danneberg, Diskus. Und dann denken wir, denkt zumindest @sport_thies an seine Brille und weiß, was es mit dem Sonnenschein auf sich hat.

    Das zweite Terzett kann man sich nun schenken, keine Gedankenspiele mehr, welcher mitteldeutsche (Ich bin “Mitteldeutschland-heißt-DDR” Jahre alt.) Springer die Intersport-Springertournee denn überhaupt gewonnen hat, damals. Recknagel, klar, und dann? Aschenbach? Ostwald? Freitag? Deckert? Danneberg, .. aah, Danneberg!

    Rolf und Jochen Danneberg. Fiel den meisten ohne Suchmaschine nicht ganz leicht.

    @Chrisprech: Für Innsbruck bin ich einen Tick zu jung. Habe auch Klammer erst in der zweiten Blüte so richtig erlebt.
    @rlaage: Der “Pädagoge” hat auch lange drum gekämpft, mit in den Text zu kommen .. : )
    @Zugzwang74: Mehr als der Name blieb mir auch nicht. Auf westdeutscher Seite war das zu der Zeit ja auch eher mau. Peter Leitner, der namentlich so gut zu Paul Breitner passte.
    @Feix: Wenn wir uns auf die DDR beschränken, bleiben 7. Zu Recknagels Zeiten waren sie noch nicht dominant, zu Weißflogs nicht mehr. Also 5. Viel ist anders. : ) Ach ja, genau: Innauer. Sagte ich noch gar nicht. Und “rumgeritten” – tze! Wer war denn dieses Jahr schon von 84? Na? Naaaaa? Frag doch mal den jugendlichen @SD, der das Fehlen von 84 völlig zu Recht und in wunderbarer Art und Weise bemängelt!
    @Das_Mietmaul: Manfred Deckert heißt er. Kumpel von Erich Harting, glaube ich.
    @Ute: Na also, Mission erfüllt! Schön, dass Du dabei bist. (Nach Deinem lobhudelnden Werbetext für den Kalender!)
    @nurdertim: Klaus-Peter Hannawald errang im Sommer 1968 die olympische Goldmedaille im Bantamgewicht. Er enstammte einer sehr sportlichen Familie. Seine Mutter war rumänische Handballnationalspielerin, sein Vater ein erfolgreicher Langläufer.
    @Faouzi: Hihi, sehr schön. (An Deinem kreativen Prozess teilhaben zu dürfen.)
    @Frankie: Du kommst so langsam auf Touren, ne? Die zwei schüttelst Du vermutlich aus dem Ärmel.
    @nutman: Bitte, sehr gerne.

    Herzlichen Dank Euch allen!

  19. Rolf Danneberg kenne ich natürlich. An den Ring der Dingewegwerfer habe ich so gar nicht gedacht, die Brille mit den dunklen Gläsern ist aber noch sehr präsent.

    Naja, mal verliert man, mal gewinnen die anderen.

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