achtzehn/zwanzigsechzehn

Der Namenswechsel hat sie vier vollzogen,
heißt heute wieder so wie einst im Mai
(nein, Februar, ach Leserin, verzeih !) –
da war ihr, gülden, der Olymp gewogen.

Dort ist sie beinah ums Oval geflogen
und holt im Lauf der Jahre nochmal zwei –
auch andre Strecken, Farben sind dabei.
Man fragt sich später: War sie wohl auf Drogen?

Daneben: eine tragische Figur –
nicht torwartfehlertragisch, nein, real:
Sein Leben klang nur äußerlich nach Dur.

Tatsächlich war ihm Vieles eine Qual,
sein Wohlergehen oberflächlich nur.
Drum dachte er, er habe keine Wahl.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.
(Falls ich es technisch hinbekommen habe.)

22 Gedanken zu „achtzehn/zwanzigsechzehn

  1. Bevor ich mich hier groß verrenke
    Gesucht sind Robert und die Karin Enke
    Das war einfach, das war nett,
    Die Lösung schreib‘ ich noch im Bett
    Doch bevor ihr alle auseinander rennt,
    Singt dem Kamke bitte zum Advent!

  2. Robert Enke war sehr schnell klar,
    sein Todestag präsent noch ist,
    ein toller Keeper er für mich war,
    der viel zu früh gegangen ist.

    Die Karin Enke fiel schnell ein,
    war immer flink auf ihren Bein‘
    auch wenn ich damals Kind noch war,
    war eine Erinnerung noch immer da…

    Tat’s mich den Samstag doch verdrießen,
    dass ich nicht die recht Lösung fand,
    kann ich den Sonntag nun genießen,
    und bleib den ganzen Tg entspannt…

    Wobei –
    halb zwei-
    VfB-
    Olé
    (oder doch oje???)

  3. Ich fürchtete schon ich würde gar nichts mehr wissen nach den letzten Tagen. Karin und Robert Enke. Wie könnte man jemals sein Schicksal vergessen?

  4. So wie ich mich gestern nicht vom Tennis lösen konnte, kann ich mich heute nicht von Robert Enke und Karin Enke (Busch, Kania, Enke-Richter) lösen. Hoffentlich löse ich damit zumindest das Rätsel.

  5. Enke → Busch → Kania → Enke-Richter → Karin Enke, Eis-Oval-Umrundungs-Olympiasiegerin 1980 und 1984 sowie zigfache Weltmeisterin.

    Wenige Wochen nach seinem Tod erlebte ich eine völlig traumatisierte Mannschaft von Hannover 96 im Mönchengladbacher Borussia-Park – jenes legendäre Spiel mit drei Eigentoren der Gäste. Das Ergebnis war letztendlich Nebensache, die Gedanken der Spieler und des Publikums waren an diesem Dezember-Nachmittag bei Robert Enke.

  6. Robert Enke. Noch heute weiß wohl jeder, was er in dem Moment tat, als ihn die Nachricht erreichte.
    Und ein Wechsel im Umgang der Medien, wie zunächst angekündigt, gab es leider auch nicht.
    Das weibliche Pendant ließ mich nur auf die Leichtathletik kommen, den Vornamen musste ich leider googeln und lasse ihn daher auch hier ungenannt.

  7. Dem Schicksal angemessen, verzichte ich auch heute auf Reime.
    Robert Enke ist klar, dazu fällt mir Karin ein – ohne dass ich Namenswechsel nachvollziehen könnte.

  8. Nun Robert Enke ist klar. An das Datum jenes Tages, an dem er keinen anderen Ausweg mehr sah, erinnere ich mich aus persönlichen Gründen genau. Es war der 10. November 2009.

    Und dann ganz offensichtlich eine erfolgreiche Eisschnellläuferin. Ich habe keinen Schimmer und rate nach bewährter, wenn auch bislang erfolgloser Methode: Marita Enke.

  9. Heute weiß ich es ausnahmsweise mal, auch wenn die ehemaligen Namen zugegebenermassen von der allwissenden Digital-Müllhalde abgeschrieben habe:
    Kufenflitzerin Karin (ehemals Busch, ehemals Kania, ehemals Enke-Richter) Enke, sowie Robert Enke; den man wohl nicht erklären muss.

    Ähnlich wie bei Mauerfall oder als die Irren Flugzeuge in Gebäude flogen, weiß wohl so ziemlich jeder in Deutschland, der sich ein wenig mit Sport und Fußball im besonderen beschäftigt, wo er/sie war, als die Nachricht bekannt gegeben wurde das und wie Enke starb.

    (ich lebte zu der Zeit in England und auch dort sprachen man mich darauf an)

  10. Im heutigen Gedicht geht es um Ernstes,
    weshalb ich jeden schalen Scherz mir schenke.
    Denk mir beim Witzeln: „Besser, du entfernst es
    und schreibst ganz schlicht den Namen Robert Enke.“

    Nach solcherlei Respektbezeugungsgesten
    hab ich dann auch die Zweite noch gefunden.
    Heißt derzeit Karin Enke, stammt aus Dresden
    und drehte auf dem Eis sehr schnelle Runden.

  11. Eisschnelllauf war ein naheliegender Gedanke, Pechstein, Friesinger, Niemann, Stirnemann kommen einem in den Kopf. Haben die Namensvettern?
    Beim Weiterlesen wird es traurig, ist es Robert Enke? Klingt leider sehr danach, und gab’s da nicht auch eine DDR-Läuferin namens Enke? Karin!

  12. gestern verpasst und nicht gewusst,
    tragen sie das gern bei scheitern ein,
    ist die teilnahme heute ein musst,
    die lösung wird wohl enke sein.

    kenn nur den torwart
    robert, nicht die dame,
    doch google offenbart
    mir karin, als ich darin krame.

  13. Ich hatte gezögert, dieses Paar mit reinzunehmen, aus sicherlich naheliegenden Gründen. Gleichzeitig ist es so, dass mich die Namensvetternschaft der beiden schon ziemlich lange umtreibt – so lange, dass ich bereits weit vor den tragischen Geschehnissen eine etwaige Verwandtschaft überprüft hatte, und damit wohl auch so lange, dass ich die beiden nicht draußen lassen wollte.

    Die Dame, von der zu lesen war, dass sie (vier Ehen geschuldet) recht oft den Namen wechselte, beeindruckte mich in den 80ern, und nicht nur sie, sondern auch einige ihrer Teamkolleginnen – nicht zuletzt Christa Rothenburger, eine von ziemlich wenigen Sportler_innen, die sommers wie winters (noch dazu im selben Jahr!) olympische Medaillen gewannen. Doch um sie geht es nicht. Sondern um Frau Kania – diesen Namen mochte ich am liebsten, und die Versuchung, ihn als “kann ja” unterzubringen, war groß.

    Sie gewann also in einem Februar olympisches Gold, offenbar sehr schnell auf einem Oval – was auf Leichtathletik, Bahnradfahren oder Eisschnelllauf hindeuten könnte, angesichts der Jahreszeit dann ziemlich klar zu Letzterem, wo sie als starke Mehrkämpferin im Lauf der Jahre auf verschiedenen Strecken Medaillen gewann. Natürlich wurde später spekuliert, ob sie gedopt hatte, natürlich gab es auch direkte Anschuldigungen.

    Über ihren Namensvetter und seine Geschichte brauche und möchte ich nicht viel sagen – wie offenbar auch viele der Kommentierenden. Klar, auch ich weiß, wo ich von seinem Tod erfahren habe, und wie lange ich noch auf eine absurde, perfide Fehlinformation hoffte.

    Karin und Robert Enke.

    @rlaage: Ich hab Euch gehört. Danke schön.
    @nutman: Mhm. Oje.
    @Martin H.: Mensch, das Spiel hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.
    @Frodo: Interessieren würde er mich jetzt schon … (Die Medienthematik hatte ich erst im Text, aber es war irgendwie too much.)
    @Das_Mietmaul: Ich verbeuge mich ob Deines konsequenten Suchmaschinenverzichts. Ziemlich lässig. Und ein ziemlich educated guess, würde ich sagen.

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