elf/zwanzigsechzehn

Der eine ist nicht immer wohlgelitten,
will Sportlern allzu gern den Spaß vermiesen
– vor allem den betrügerischen, fiesen –
zum Wohl der fleißigen, natürlich fitten.

Der andre fand sich unversehns inmitten
von einer wahrlich degoutanten, miesen
Affäre. Plötzlich galt er, unbewiesen,
als Pastadelinquent. Und hat’s bestritten.

Den einen konnt man sportlich nicht erleben,
doch kämpft er jahrelang schon wie besessen,
um Redlichkeit im Sport ne Chance zu geben.

Der andre holte, das wird gern vergessen,
EM-Medaillen, auf der Bahn und neben.
Zu jung verstarb der Sportler mit zwei Pässen.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.
(Falls ich es technisch hinbekommen habe.)

20 Gedanken zu „elf/zwanzigsechzehn

  1. Das müssen Stephane und Werner Franke sein. Das mit dem Doppelpass wusste ich nicht. Klar, dass so etwas am Sonntagmorgen kommt. Und dennoch alles ohne 3 € fürs Phrasenschwein! (Du und Dein VF… Äh -B)!

  2. Dr. Werner Franke und Stephane Franke. Da war ich kurz erst bei Herrn Baumann, aber Franke war ja damals tatsächlich (zusammen mit kallabis? Oder den hat er jedenfalls trainiert) einer der „Verdächtigen“ in der zahnpastaffäre. War doch auch eurosport Kommentator? Und Werner ist, wie passend, als erwiesener Doping Jäger unterwegs.

  3. Erst war ich bei den Donikes, doch fehlte da die Nudel.
    Ein Franke sitzt in Heidelberg wie ein begossner Pudel.
    Stephane, der ist echt schon tot? Das hatt ich gar nicht drauf. Und nur wer Schangs statt Chance liest, dem geht der Reim heut auf.

  4. Werner und Stephane Franke. Werner Franke ist in der Tat ein sehr ungemütlicher Herr, den die Sportwelt aber dringend braucht.

  5. Lieber Herr Kamke,

    ich habe keine Ahnung. Ich muss an Jens Weinreich und Hajo Seppelt denken, vor allem letzteren mit seinem Kampf gegen Doping, doch weder zu dem einen noch dem anderem fällt mir ein sportliches Pendant ein.

    Trauriger Gruß von der Waterkant,
    Tim

    PS: Pastadelinquent als Skandalnudel oder doch wortwörtlich? Ich bin auf die Auflösung gespannt.

  6. Lieber Heinz, ich danke dir.
    Ich danke dir, das fällt nicht schwer.
    Heut ist der Name Franke hier.
    Danke, Danke, Dankesehr.

    Tja. Nach kurzem Irrweg (Pastadelinquent –> Spätzlemafia)
    ohne jede Hilfe heute. Nur die Vornamen…
    Der eine heißt wohl nicht „Professor“ mit Vornamen.
    Wolfgang und Stéphane sag ich.

  7. Das war nicht so schwer. Die Arbeit des einen bewundre ich schon länger. Der Werner in diesem Fall.
    Mit dem anderen – Stéphane – durfte ich ein paar wenige Jahre in der selben Mannschaft sein. Und immerhin einen schönen Titel holen. Viel zu früh verstorben.
    Angenehme Gedanken an längst vergangene Tage. Danke.
    Ach ja: Franke.

  8. Der eine deckte als Doping-Experte die Einnahme von unerlaubten Substanzen bei Leistungssportlern u. a. in der Deutschen Doping Republik auf. –
    Prof. Dr. Werner Franke

    Dem anderen, ehemaliger Langstreckenläufer, wurden angeblich eingenommene Mittel nie nachgewiesen. Bei seinen zwei dritten Plätzen über 10.000 m bei den Europameisterschaften 1994 und 1998 trug er wohl eine weiße Weste. –
    Stéphane Franke

  9. Für dieses Rätsel sag ich danke, denn die gesuchten heißen Franke. Der Werner ging auf Dopingjagd. Stephane sich zu Fuß geplagt.
    Werner Franke
    Stephane Franke

  10. Ich vermute mal, dass der Nichtsportler Werner Franke ist und damit der berühmteste Dopingjäger Deutschlands.

    Der leider zu früh verstorbene Sportler könnte dann Stephane Franke sein.

    Aber sicher bin ich mir nicht.

  11. Gegen Doper kämpft der Franke,
    Jahrzehnte, dafür ein Danke.

    Gleichgültige Interviews mit Werner,
    nichts liegt ihm ferner.

    Stephané vor Jahren lief gestern und morgen,
    verstarb leider vor mir verborgen.

  12. Zunächst geriet ich auf die falsche Spur,
    Pasta und Doping klang nach Baumanns Dieter,
    doch der war’s nicht, denn seine Lebensuhr
    läuft unversehrt, das heißt: Noch nicht verschied er.

    Auch der Gesuchte war ein Leichtathlet
    und wurd verdächtigt, Mittel zu gebrauchen,
    doch seine Uhr lief ab, der Zeiger steht.
    Der Krebs zwang ihn, sein Leben auszuhauchen.

    Stephane Franke war ein schneller Renner,
    an manchem Siegesrausch konnt‘ er sich laben.
    Später als Trainer war er auch ein Kenner
    und hat beteuert, nie gedopt zu haben.

    Mit Doping hat der andre auch zu tun,
    nach dem gefragt ist. Und er sagt: „Nein danke!“
    Im Kampf um saubren Sport nie auszuruhn,
    ist Lebensaufgabe von Werner Franke.

  13. Ich war erst so sicher, dass es um McLaren als Doping-Aufklärer geht. Bis mir das dann zu offensichtlich schien.
    Der (Zahn-)Pastadelinquent MUSS doch eigentlich Dieter Baumann sein, aber er hat weder 2 Pässe, noch ist er jung gestorben.
    Ich gebe enttäuscht auf und warte gespannt auf die Auflösung!

  14. 18 Sonntagskommentare. Ich bin beeindruckt, vielen Dank!

    Dass Doping in mehrfacher Hinsicht eine Rolle spielt, lag auf der Hand. Zum einen ein Nicht-Sportler, der Betrügern das Handwerk legen will – die Namen Donike, Seppelt, Weinreich, McLaren fielen. Nachvollziehbar. (Wobei Donike ja selbst erfolgreicher Sportler gewesen war.)

    Zum anderen ein Läufer und Trainer, der in eine höchst unappetitliche Dopinggeschichte mit Pasta geraten war. Und natürlich (natürlich?) ging es nicht um Nudeln, sondern um Zahnpasta. Einige dachten an Dieter Baumann, der aber aus meiner Sicht entweder Pastageschädigter oder pastaunabhängiger Delinquent war – der Pastadelinquent wäre derjenige, der die Pasta manipuliert hat, und da fiel recht rasch auch der Name von Baumanns einstigem Trainingsparter Stéphane Franke, dessen Verhältnis zu Baumann mehr als angespannt war.

    Franke, der in Frankreich geboren ist, hatte 1998 bei der Leichtathletik-EM 98 sowohl als Sportler als auch als Trainer (von Damian Kallabis) Medaillen gewonnen, war aber auch des Dopings bezichtigt worden. Vor wenigen Jahren starb er mit nur 47 Jahren an Krebs.

    @SD: Ich würde gerne behaupten können, Franke bewusst auf den Doppelpasstermin gelegt zu haben, aber ach … Und seien wir ehrlich: Der Dopa wäre kein Format für ihn gewesen. Auch nicht für den Namensvetter, denke ich.
    @Lurchmolch: Bei Eurosport hab ich ihn nie gesehen, aber ja, ich hatte es mitbekommen. Spannend bei Werner Franke ist zudem, dass er meines Wissens recht früh als, wie sagt man da, Leumundszeuge für Baumann auf den Plan getreten ist. Hatte das erst auch im Text, aber das wurde zu komplex und unlesbar (unlösbar?).
    @chrisprech: Die Frankophilie sorgt selbstverständlich dafür, dass die Chance bei mir einsilbig ist (wie u.a. übrigens auch bei Herrn Duden). Als altsprachlich Gebildeter magst Du da anders herangehen. : )
    @nurdertim: Skandalnudel, haha, großartig!
    @martin (Kalle): Spätzlemafia, es wird immer hübscher!
    @Timokles72: Ich bin jetzt schon ziemlich neugierig
    @Faouzi: Schön. Wirklich schön.

  15. Nun, da war ich heute auf der völlig falschen Spur. Oder rätseltechnisch auf der schiefen Bahn.

    Verschiedene Dopingfahnder hatte ich auf der Liste, darunter auch Werner Franke. Da ich aber die ganze Zeit über Bahnradsportler gegrübelt habe, konnte ich nicht lösen.

    Oh Mietmaul, you bloody moron…

  16. Nope, auf die wäre ich im Leben nie gekommen. Stéphane Franke kommt mir nach den suchmaschinen vage bekannt vor, Werner Franke kenne ich zwar, aber so geläufig ist er mir dann doch nicht.

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