acht/zwanzigsechzehn

Sein Team gewann den Titel Jahr für Jahr,
wiewohl die Abwehr regelmäßig schwamm –
er traf und traf (war dabei nicht mal Stamm),
macht Meisterschaft und Schützenkönig klar.

In Rückenlage glänzte sie, fürwahr,
beherrschte ihre Bahn, trug wenig glam-
ouröse Sportbekleidung (ziemlich stramm),
versteckte außerdem ihr blondes Haar.

Olympisch hatte sie die Welt geschlagen,
“geschmeidig stark” würd’ Rylke vielleicht sagen,
dann trat sie ab. Weil sie nun Mutter werde.

Bei ihm im Sport lief’s kohlemäßig mies,
drum spielte er im Lireparadies.
Für Anglophile: er tat’s nicht zu Pferde.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.
(Falls ich es technisch hinbekommen habe.)

29 Gedanken zu „acht/zwanzigsechzehn

  1. Die Sportlerin war ja noch einfach zu finden aber welcher Torschützenkönig hieß denn Otto? Keiner. Da war ich mir doch recht sicher. Kohlemäßig mies… Es kann nicht um Fußball gehen. Die Lire äh Groschen fiel zumindest was die Sportart anging. Wasserball. Ab da musste mir Google helfen.

    Kristin und Frank Otto.

  2. Vom Frank früher mal die Freundin kam übrigens aus Stuttgart, und wie dieses zarte Geschöpf und der hünenhafte Otto miteinander… also das wollte man sich gar nicht vorstellen. Bzw „gar nycht“, wegen dem DDRigen Ypsilon bei der Rennwurst. War tatsächlich heute schnell gelöst wie selten. Otto ist übrigens ein Palindrom.

  3. Hab Acht!
    Trotz kristaller Weihnachtskugeln,
    Musste ich die Namen googeln

    Weihnachtlich mit Modeln,
    geht die Sylke rodeln,

    Nur der Wasserballer Otto,
    der spielt heute nur noch Lotto

    Lass mich!

  4. Sylke Otto war ja ganz einfach, aber bis ich mal auf den Wasserballer Frank Otto kam – ich hatte die schwimmende Abwehr zu wenig wörtlich genommen… 😉

  5. Es siegte der Hagen, der Stamm,
    doch auch der Frank, der schwamm.

    Reimte Heinz ohne i den Rilke,
    so schieb ich ohne i die Sylke.

    Nach Italia zog’s den großen Otto,
    da war’n Goals sein bloßes Motto.

  6. Ich komme nicht zum Reimen. Ich könnte Dir da eh nicht das – tja – Wasser reichen.
    Der gesuchte Wasserballer ist Frank Otto, seine Nachnamensvetterin demzufolge die Rodlerin Sylke Otto, und nicht die Schwimmerin Kristin Otto. Harhar.

  7. Puh. Das wird ja nicht einfacher. Also Hagen Stamm kenne ich. Aber der ist es ja nicht. Von Frank Otto hingegen noch nie gehört. Musste ich nachschauen, wer da mit Hagen Stamm spielte. Herr Kamke kennt den bestimmt auch, weil er Präsident in Cannstadt war?

    So. Und enger Anzug, Rückenlage, blondes Haar unter einer Kappe versteckt, Olympiaerfolge, das kann ja nur Kristin Otto sein. Oder nicht? Wirklich nicht?

    Wen kenn ich den noch mit Nachnamen Otto? Björn Otto ist es nicht.
    Sylke Otto ist es. Juhu.

  8. Heute ist es wie bei Freundeskreis. Nur anders.

    Du bist von vorne wie von hinten O T T O.

    Auf Rennrodeln zu kommen, war für mich tatsächlich einfach. Auch Sylke Otto kam mir – dank Rylke sogar richtig geschrieben – sofort in den Sinn.

    So. Und dann hakt es. Es geht wieder um einen Mannschaftssportler, der – wie gestern – da wo die Zitronen blühen, sein Geld verdiente. Da mir ebenfalls gestern wieder klar vor Augen geführt wurde, besser jedem Wort des Reims eine Bedeutung beizumessen, ahne ich (sic!), dass der erste Vers die Begriffe „schwamm“ und „Stamm“ kaum zufällig enthalten dürfte. Hagen Stamm war ein grandioser Wasserballer, die deutsche Nationalmannschaft und das Team aus Spandau in den Achtziger Jahren herausragend und – wenn ich mich recht entsinne – gab es in Italien, im Gegensatz zu Deutschland, zu dieser Zeit eine Profiliga. Alleine: Ich habe kein Bild eines Wasserballers Otto vor Augen und, viel gravierender, keinen passenden Vornamen dieses Herrn Otto im Sinn. Kristin kann ich ausschließen. Frei und Flöt ohnehin. Aber es bleibt mir nichts anderes übrig, als schnöde zu raten und dabei das relevante Jahrzehnt einfließen zu lassen. Folglich tippe ich auf Michael Otto.

  9. Vom Ypsilon in Rylke leicht verwirrt
    (weil ich die Anspielung wohl nicht verstand),
    riet trotzdem weiter ich ganz unbeirrt,
    bis schließlich ich des Rätsels Lösung fand.

    Und zwar war es im Schwimmbad zu entdecken.
    „Auf, auf ins Wasser!“, lautete das Motto,
    Die beiden Sportler sprangen oft ins Becken.
    Gesucht sind heute Frank und Kristin Otto.

    Er kämpfte in der Mannschaft, sie meist solo,
    sie schwamm in Bahnen, er beim Wasserpolo.

  10. Ersterer war Stammspieler beim deutschen Wasserball-Serienmeister Wasserfreunde Spandau 04 – genauer gesagt: Hagen-Stamm-Spieler. 🙂 Dass er mal „Waterpolo“ in Italien spielte, war mir allerdings nicht bekannt.
    Die zweite gesuchte Sportlerin müsste Ursula Happe sein, Schwimm-Olympiasiegerin vor 60 Jahren in Melbourne. Ich erinnere mich da „geschmeidig stark“ an den Kommentator aus diversen Olympia-Rückschauen.

  11. Bin mir nicht sicher, aber ich tippe auf Frank und Kristin Otto.

    Jedenfalls passen die Hinweise auf Hagen Stamm und Water Polo – einfach genial!

  12. Ich schäme mich. Ich musste googeln.

    Wasserball und Schwimmen war schnell klar. Dass es nicht Hagen Stamm sein sollte, war auch klar, aber dahinter? Ich gebe zu, dass meine Wasserball-Kenntnisse nicht so weit zurückreichen, obwohl mich Hans-Joachim Rauschenbach zwischen Gummersbach-Großwallstadt und der Kunststoß-EM im Billard bestimmt auch über Wasserball informiert hat.

    Nunja, ich hab „Schwimmerin Sylke“ gesucht, wegen des „Rylke“-Hinweises.
    Sylke Otto hatte ich dann und dann war Frank Otto auch kein Problem mehr.

    ICH SCHÄME MICH!!!

  13. nächster Versuch:
    Es handelt sich zum einen um den Wasserballer Frank Otto, der mit den Wasserfreunden Spandau 04 Serienmeister in der Wasserball-Bundesliga wurde und mehrfach deren Torschützenkönig war.
    Die andere gesuchte Sportlerin ist die 6-fache Schwimm-Olympiasiegerin von Seoul 1988, Kristin Otto.

  14. Ich glaube, ich muss mich korrigieren: Auch wenn Kristin Otto als Auch-Rückenschwimmerin recht gut passt (nur bei Mutterschaft bin ich mir unsicher), deuten Kleidung und Rylke eher auf die Rennrodlerin Sylke hin.

  15. Heute kurz und knapp, da keine Zeit zum Dichten
    Frank und Sylke Otto, mit Wasserballgeschichten

    und auch, ein und für allemal,
    Geschichten aus dem Eiskanal.

    Und Kristin Otto sitzt daheim im Studio und ärgert sich, dass
    sie heute keine Berücksichtigung fand…:

    So lernt Kristin, und konnte es kaum fassen:
    Heut ist für dich im Rätsel gar kein Platz.
    War angedacht, doch wurde dann gelassen.
    Dafür gibt´s hier Erwähnung in ´nem Satz.

  16. Manchmal fällt es einem wie Schuppen aus den Augen, oder so.

    Der Rylke war es, der mich auf den Weg schickte. Immer den Eiskanal herunter. Bis ins Ziel. Das sah Sylke Otto meist früher als andere. Olympia 2 x WM noch öfter hat sie gewonnen und den WC dazu.

    Frank Otto musste ich dann goggeln, aber die Hinweise schwimmende Abwehr und nicht Stamm zu sein, brachten mich zum Wasserball. Denn wer kennt nicht Hagen Stamm?

    Also die Ottos sind es , Frank und Sylke. ( hoffe ich mal )

  17. Auch heuer müsste ich mir alles zusammenersuchmaschinen, was ja nicht im Sinne des Erfinders ist. Zumindest ist Wasserball (das Freundekollektiv aus Spandau) eingangs Anfang gut zuerkennen, aber mensch muss wohl schon großer Fan sein, um dort mehr Spieler als Hagen Stamm (der es ja nicht ist) zu kennen.

    Ich bleib aber am Ball, versprochen!

  18. ich ahne nur den wasserball,
    der mann heißt stamm, vorname hagen.
    die frau ist nicht mein fall
    rodeln? schwimmen? komplettversagen!

  19. Es lässt sich nicht leugnen: Da lag eine falsche Spur herum. Und noch nicht mal zufällig. Was dann auch tatsächlich dazu geführt hat, dass ihr einige folgten, vorübergehend oder auch endgültig.

    Doch der Reihe nach:
    Die schwimmende Abwehr kam nicht überall sofort an, weil sich der eine oder die andere vielleicht noch auf der Bildebene wähnte, und dass er “nicht mal Stamm” war, hatte gar nicht so viel mit seinem Ansehen beim Trainer zu tun, sondern damit, dass er eben nicht Stamm ist. Nicht Hagen Stamm, um genau zu sein, der wohl bekannteste deutsche Wasserballer.
    Und weil man beim Wasserball (Englisch Water Polo, daher die letzte Zeile, aber wem sage ich das?) eben nicht so richtig viel Geld verdient, verdingte er sich ein paar Jahre lang in der italienischen Profiliga. Auch hier: Wem sage ich das? Steht ja längst in anderen Kommentaren. Der Name: Michael Frank Otto.

    Dann die Dame. Also Otto, und damit nicht Uphoff. Und nicht Björn, da keine Dame. Und natürlich ist der Gedanke sofort da: Kristin Otto, sechs Goldene auf einmal, ZDF, nie gedopt, Sie wissen schon. Gold auch in Rückenlage, beherrscht die Bahn, enger Schwimmanzug, Bademütze, zack, alles klar. So zackig übrigens bei Herrn @_feix, dass er seine Karriere angesichts des heutigen Sieges über Herrn @sport_thies beendet wähnte, auf dem Höhepunkt abtretend. Letzterer ein wenig indisponiert, vielleicht zu lange gezockt gestern.

    Blieb die Frage, ob Kristin Otto ihre Karriere denn tatsächlich wegen einer Schwangerschaft beendet hat. Und was die Sache mit diesem Rylke’schen Panther soll.

    Um zum Punkt zu kommen, die meisten haben es längst gewusst oder gelesen: Rylke ist ein etwas platter Hinweis auf Sylke. Sylke Otto. Rodel-Olympiasiegerin. Rückenlage. Bahn. Strammer Anzug. Helm. Tja, @_feix, just keep going. (Wie alle wissen, gibst Du hier eine wesentliche Figur ab als ich in Deinem und Tims Punkventskalender.

    @Chrisprech: Das zarte Geschöpf hatte sich wohl Hagen Stamms Worte zu Herzen genommen: “„Der Sport ist ja auch schön für Frauen. In keiner Sportart haben die Männer so wenig an wie im Wasserball – und die sehen gut aus.“
    @rlaage: Jetzt hab ich Otto King Karl im Ohr.
    @Sascha: Kokett! Kokett!
    @Martin: Wenn ich in meiner Hood auch nur einen Hauch von Credibility bewahren möchte, muss ich Dich darauf hinweisen, dass es (Bad) Cannstatt heißt.
    @Das_Mietmaul: Ganz wunderbar. Inklusive Google-Verzicht, Chapeau!
    @Faouzi: Die gleich zu Beginn thematisierte Verwirrung war dann wohl der Knackpunkt …
    @Martin H.: Nimm Dir mal ein Beispiel an @SD – da hat der zweite Versuch gepasst ; )
    @Sport_thies: Stell Dich einfach mal ein bisschen in die Ecke.

    1. Mööönsch, das tut mir so unfassbar leid. Schick mir doch künftig gerne eine Direktnachricht. Wär ja wirklich ausnehmend schade, wenn es daran scheiterte. Und lutsch vielleicht mal ein Hustenbonbon.

  20. Ich schließe mich dem Protest hinsichtlich der Kommentarfunktion an. Es geht wirklich nur hier von zu Hause. Morgen gibts ne DM.

    Halte aber fest: Lösung inkl. aller Hinweise und Finten (Stamm, schwimmen, Rylke) panthermäßig gelöst.

    Weitermachen.

    1. Sehr gern, und es tut mir auch wirklich leid, aber der Gabelprotest ist, wenn man ganz, ganz ehrlich ist, möglicherweise gar kein, nun ja, uneingeschränkt koscherer. Ob Du Dich da mit anhängen willst?

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