sieben/zwanzigsechzehn

Er zählt olympisch zu den Starathleten,
war zweimal im Medaillenspiegel top!
Und ist dabei, nach einem Zwischenstopp,
für zwei verschiedne Länder angetreten.

Beim andern fragt man sich noch heut betreten:
Was ging da vor in des Verlierers Kopp,
der jenen goldnen Jungen hopplahopp
vom Hof gejagt mit Pauken und Trompeten?

Sein Brötchengeber fühlte sich brüskiert,
weil er getroffen hatte für sein Land,
und zeterte – ein lächerliches Drama!

Auch der Olympier hatte viel riskiert,
doch back on track, Medaillen in der Hand,
ließ er sie gucken, ließ sie labern. Ahnma.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.
(Falls ich es technisch hinbekommen habe.)

19 Gedanken zu „sieben/zwanzigsechzehn

  1. Ich musste lange überlegen. In „Ahnma“ musste irgendein Hinweis stecken. Die WM 2002 hatte ich noch im Hinterkopf, auch Ahn-Hyung-Hwan. Aber den anderen Namen musste ich googeln. Shorttrack ahn(!)te ich, bei Viktor Ahn musste mir der Suchmaschinenriese helfen.
    Unbefriedigend. 🙁

  2. An Wiktor Ahn bzw. Ahn Hyun-soo konnte ich mich erinnern. Danach musste ich grübeln aber da war mal irgendwas mit Fußball, Korea und Italien im Zuge der WM 2002. Zugegebenermaßen musste ich den Namen dann aber googlen. Den hätte ich in hundert Jahren nicht gewusst.

  3. Man möcht‘ die and’ren Leser warnen,
    heut hilft nicht wissen, heut hilft ahnen.

    Puh. Ohne Wikipedia nicht wirklich geschafft.
    Ich wusste den richtigen Nachnamen des Fussballers,
    aber wollte das doch mal überprüfen. MSV Duisburg
    unter Jürgen Kohler hatte ich auch vergessen. Und dann
    kam ich auf keinen zweiten, war auch für den anderen
    mehr so in der Leichtathletikecke unterwegs. (Track
    and Field. Mo Farah oder so. Aber der kommt zwar
    aus einem anderen Land, startete aber nur für GB.)
    Abstruse Wintersportarten sind ja fleißig vertreten hier.

    Toll finde ich immer wieder, dass ich, wenn ich es denn
    gelöst habe, merke, dass noch mehr Hinweise versteckt
    waren. Vorher dachte ich, am Ende der letzten Zeile sei
    eher etwas ein bisschen schief gelaufen.

    1. Man möcht‘ die and’ren Leser warnen,
      heut hilft nicht wissen, heut hilft ahnen.
      (Zwei Koreaner zu enttarnen.
      Der eine läuft auf kurzen Bahnen.)

  4. Ha, das ist einfach! Ahn Hyun-soo (Viktor Ahn), Shorttrack und Ahn Jung-hwan, Fußball. Ok, ich gebe zu die Schreibweisen der Vornamen musste ich googlen.

  5. Ich Ahn es.

    Der eine war beim MSV
    Den anderen kennt keine Sau
    Die wie ich so Wintersport-avers
    Für Russland und Korea lief er
    Und hier end‘ auch schon der Vers
    Jung-Hwan der eine, Wiktor der and’re hieß er

  6. Das, lieber Kamke, ist mit positiver Bessenheit schon fast nicht mehr zu erklären. Da ist ein gerüttelt Maß WAhnsinn drin.
    An den Fußballer kann man sich ja – passiv, so ganz dunkel – noch erinnern. Nicht jedoch an den Victor, wenngleich Shorttrack natürlich gleich die Suche bestimmte. Und wer stets derart feinziselierte Rätsel reimt, dem traut man die plumpe Nennung des Namens am Schluss halt auch nicht zu. Ich dachte, wir wären heute bei der 125.000 Euro Frage, mindestens. Und dann kommen Sie mit sowas. Muss man sich erlauben können. Können Sie!

  7. Auch heut wieder keine Ahnung
    Hab an den Mühlegg erst gedacht,
    Shorttrack und Fussball – dann die Bahnung
    die Herren Ahn hams gemacht

  8. Der eine vielleicht im Short Track („back on track“)? Der andere ein Mannschaftssportler, der bei olympischen Spielen gegen das Land gespielt (und getroffen hat), bei dem sein Arbeitgeber ansässig ist. So viel ist klar. So ähnlich wie Maradona bei der WM 1990 im San Paolo gegen Italien. Maradona war von den Pfiffen gegen ihn tief getroffen. Aber hat sich der SSC Napoli kritisch geäußert? Und gab es je einen Eisschnellläufer – sofern die These überhaupt stimmt – der Maradona heißt? I doubt it. Und geht es nicht nur um die Olympischen Spiele?

    Ich schweife ab, ahnma gar nix… und passe für heute.

  9. Hyun-Soo wurde zu Wiktor. Jung-Hwan blieb Jung-Hwan. Ahn heißen sie beide. Der eine ist der erfolgreichste Shorttracker der Geschichte, der andere wurde mit seinem Talent immerhin Meister in der J-League.

  10. Heut zu der Hahn,
    bis ich Wiktor Ahn.

    Schnell noch den zweiten,
    kam aber nicht bezeiten.

    *angedacht
    – hopplahopp: Reitsport… 0 Idee
    – getroffen: Schütze/Biathlet… 0 Idee
    – Ahn falsch

  11. Es schien, als sei der Karren festgefahr’n.
    Da fiel mir doch noch dies ein: Ahn.

    Der Shorttrack-Spezi, der dann Russe war.
    Der Kicker, einst in Diensten von Perugia.

    Will sagen: Wiktor ward von Dir gesucht.
    Und Jung-hwan (Schreibt man’s so? Verflucht.).

  12. Den Fußballer hab ich heut schnell gewusst,
    der seinen goldnen Treffer hat gebüßt durch
    den Rausschmiss in Perugia. Was ein Frust!
    (Und später spielte er dann noch in Duisburg.)

    Ich ahn, es ist Jung-Hwan. 2002
    schockierte er Italien mit dem Siegtor.
    Der andre holte Goldne, zwei mal drei
    läuft Schlittschuh und hört auf den Namen Wiktor.

  13. Ich glaube, ich gebe es bald auf. Irgendwas mit Laufen und einer Sportart bei der Tor zählen. Ich muss da spontan an Haile Gebrselassie und Theodor Gebre Selassie denken, aber der eine war, soweit ich weiß, immer Äthiopier und der andere immer Tscheche. Außerdem hätte es da mit Sicherheit den obligatorischen Hinweis auf leicht unterschiedlich Schreibweisen gegeben.

    *verzweifelt die Hände in die Luft werfend*

    PS: Sollten sich die beiden hinter einer anderen Tür verstecken, so bitte ich den Spoiler zu verzeihen.

  14. Der Olympionike ist Viktor Ahn oder auch Ahn Hyun-soo. Ich bedanke mich hierfür bei dem Buch über Olympia 2006. So kam ich sofort bei back on track auf Shorttrack und dunkel war die Erinnerung an einen Koreaner, der nun für Russland läuft.

    Der andere Sportler war schwieriger. Ich war erst lange bei Biathlon, da getroffen ja so gut zu diesem Sport passt.
    Dann sah ich die Betonung auf auch der Olympier und dachte, der andere ist gar kein Wintersportler und dann war klar, dass für sein Land getroffen nur Fußball sein kann.

    Danach musste ich leider googeln, was bei meinem jungen Alter mir bitte verziehen wird. Es handelt sich um Ahn Jung-hwan.

    Das heute war sehr fordern, Herr Kamke. Vielen Vielen Dank.

  15. Die Lösung lautet Müller.
    Oder auf Koreanisch: Ahn bzw. An. (wird in Korea bestimmt identisch geschrieben).

    Der Südkoreaner Ahn Hyun-soo gewann 2006 3*Gold und 1*bronze im Short-Track. 2010 machte er verletzungsbedingt einen olympischen Zwischenstopp. 2014 gelang ihm als russischer Wiktor Ahn die gleiche Medallienbilanz.

    Der japanonordkoreaner Yong Hak An hat für die nordkoreanische Nationalmannschaft gekickt, was womöglich bei seiner südkoreanischen vereinsmannschaft nicht immer so toll angekommen ist. das zu verifizieren war mir jedoch nicht möglich.

    (schnell und ungedichtet vom funktionierenden Heimzugang…)

  16. Ich bin ein bisschen in Eile, „muss“ gleich Fußball spielen, drum in relativer Kürze:

    Bemerkenswert, dass einer zweimal der erfolgreichste Athlet olympischer (Winter-)Spiele war und doch nicht sooo bekannt ist, noch dazu nach der nicht ganz harmonischen Geschichte mit dem Nationalitätswechsel. „Back on Track“ hat wohl viele recht rasch zum Short Track geführt, und dann dürfte der Weg, zumindest via Google, kein allzu langer gewesen sein.

    Überraschend für mich, dass dann der Namensvetter nicht häufiger in den Köpfen präsent war, der – tadaa, Fußball – anno 2002 für Südkorea gegen Italien traf (das damit ausschied) und sich vom Präsidenten seines damaligen Arbeitgebers AC Perugia Calcio Folgendes anhören musste: „Ich werde nicht das Gehalt eines Spielers zahlen, der den italienischen Fußball ruiniert hat.“ (Zitiert nach Wikipedia.)

    Die Namen waren zumindest in Sachen Schreibweise nicht ganz einfach:
    Es geht um Fußballspieler Ahn Jung-hwan und um Shorttracker Wiktor Ahn, ehemals Ahn Hyun-soo, der 2006 und 2014 jeweils die Medaillenliste anführte.

    Und vielleicht ahnt der eine oder die andere nun, wieso das heutige Sonett mit einem eher holprigen Reim endet. Ahnma!

    Sorry, keine individuellen Antworten heut.
    Herzlichen Dank Euch allen!

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