fünf/zwanzigsechzehn

An ein paar Tagen pro Olympiade
wird’s Interesse allenthalben reger
an ihr und ihren Damen (heiße Feger!).
Dann liegt es jahrelang auf Eis. Wie schade!

Denn schließlich ist ihr Sport kein bisschen fade,
manch andrer Zeitvertreib ist ungleich dröger;
denkt nur an Sysiphos, den Steinbeweger!
Ihr aber schenkten die Olympier Gnade.

Zu der Zeit war die andre schon im Lande:
Die Sportlaufbahn verlief daheim im Sande –
zu niederschmetternd war die Leistungsdichte.

Hier im Exil bracht’ sie viel mehr zustande:
erspielte Titel, steht nun an der Bande,
ist Trainerin des Jahres. Top-Geschichte!

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.
(Falls ich es technisch hinbekommen habe.)

28 Gedanken zu „fünf/zwanzigsechzehn

  1. Curling und Tischtennis erkenne ich aber Formel 1 und Biathlon nicht. Manchmal frage ich mich wie Sie das machen Herr Kamke. Andrea und Jie Schöpp sollte die Lösung sein.

  2. Verzeih mir, großer Kamke, das Gegoogel,
    wohl hab ich Ping Pong drauf, die kleine Kugel.
    Doch Curling-Damen namentlich zu kennen?
    Wer sowas weiß, dem muss der Kittel brennen.

  3. Als begeistertem Fan war mir die Sportart Curling schon nach dem ersten Hinweis (der mit dem raren Interesse) klar. Nach kurzer Verzweiflung ob meines schlechten Gedächtnisses kramte selbiges dann doch noch den Namen Andrea Schöpp hervor. Von wo ich mich mühsam zu Jie Schöpp weiter arbeitete.

  4. Der Sand hat mich zuerst verwirrt, zum Volleyball bin ich geirrt. Aber wo die Leistung dicht ist, spielt man Tennis auf dem Tisch. Curling ist der andere Sport, nur kenne ich keine Sportler dort. Jie Schöpp muss die eine sein, zur anderen fällt mir nur Suchen ein. Andrea Schöpp, aha. Und jetzt ist genug mit dem Fasenachtsreimen, Tata!

  5. Hmm, Curling war ja naheliegend, da gab es genügend winkende Zaunpfähle.
    Aber Namen? Ohje. Da musste dann doch Google herhalten: Andrea Schöpp! Und dann war Jie Schöpp kein Problem mehr.

  6. endlich, herr kamke, beiße ich mal nicht auf granit,
    mit dem die curlies potteresk besend übers eis fegen.
    die tischtennisfrauen sorgen an der platte für den richtigen schnitt,
    allerdings möchte ich ihnen dringend ans herzen legen:
    olympiade schreibt man in diesem fall niemals nicht.
    hoffe, bei andrea und jie schöpp brennt für mich trotzdem grünes licht.

  7. Andrea Schöpp (Curling) und Jie Schöpp (Tischtennis-Trainerin).

    Und Du hast völlig recht: Über Curling wird leider viel zu wenig berichtet. Ein faszinierender Sport.

  8. Halb Twitter regt sich darüber auf, man könne zwar heute endlich das Rätsel lösen, aber keinen Kommentar absenden. Nur ich, ich kann zwar kommentieren bis der Arzt kommt, habe aber trotzdem schon wieder keine Ahnung.

    Ich meine, es geht ganz offensichtlich um Curling. Das bekomme sogar ich noch mit. Aber wer kennt denn bitte die Frauen-Nationaltrainerin im Curling? Und das habe ich auch nicht vergessen. Das habe ich definitiv noch nie gewusst.

  9. Ein Sport auf oder mit Eis und Steinenbewegen, das war leicht da bleibt nur Curling.

    Hohe Leichtungsdichte, steht an der Bande, Trainerin des Jahres, da wusste ich nach Olympia diesen Jahres, dass kann nur Jie Schöpp sein, die an der Bande zur Tischtennisplatte steht. Hat es sich doch gelohnt Nachts um Drei Olympia zu schauen.

    Aber bei dem Namen der Curlingdame war ich überfragt, da musste Google mir sagen, dass sie Andre Schöpp heißt.

  10. Zweifel, die mich bitter plagten,
    und am Selbstvertrauen nagten,
    sind passé.

    Warum wissen’s nur die ander’n?
    Die Gedanken sind am wandern.
    Ach, herrje.

    Endlich dreht sich nun die Sache,
    ich stöhn‘ nicht mehr auf, ich lache.
    Oh, wie fein.

    Andrea curlt, auf Eise (frisch),
    und Jie (spielt Tennis auf ’nem Tisch)
    sollen es sein.

    Sie heißen Schöpp, teils seit Beginn,
    teils kam der Name später hin.
    Wichtig? Nein.

    Ich konnte glänzen. Ja: mit Wissen!
    Nun geht’s mir weniger beschissen.
    Das ist fein.

  11. Die eine schob geschickt den schweren Stein,
    die andere schlug auf kleine Klackerkugeln.
    Die Namen fielen mir jedoch nicht ein,
    so musste ich sie mühsam mir ergoogeln.

    Und wenn ich hier nun nenn den pilz’gen Röhrling,
    dann um des Reimzwangs Willen, des verfluchten,
    denn heut geht es um Tischtennis und Curling,
    Andrea und Jie Schöpp sind die Gesuchten.

  12. Mal so ein Zwischendurch- (bzw. Vorab-, die anderen sind ja noch nicht sichtbar) -Kommentar zu zwei Punkten:

    Es tut mir leid, dass einige offenbar Probleme beim Kommentieren haben. Wiederholt bekam ich via Twitter den Hinweis, jemand habe eine Fehlermeldung erhalten. Dummerweise (na ja, dummerweise) hatte ich das Problem bei relativ vielen Versuchen und in verschiedenen Konstellationen bis dato nicht, kann es also nicht reproduzieren und näher einordnen. Was allerdings insofern Augenwischerei ist, als meine technischen und, wie soll ich sagen, wordpress-analytischen Fähigkeiten ohnehin viel zu gering wären, um kompetente Schlussfolgerungen zu ziehen. Ich achte natürlich weiterhin darauf, schaue mir auch das eine oder andere an, bin aber im Grunde ratlos.

    Und auch wenn es völlig absurd ist, den Kommentierenden die Verantwortung für das Ankommen der Kommentare zu übertragen, würde ich nicht davon abraten, den jeweiligen Kommentar vor dem Absenden kurz in den Zwischenspeicher zu kopieren … Ähem. Wirklich: Sorry.

    Die Olympiade. Natürlich war der Widerspruch vorhersehbar, hier wie auch drüben bei Twitter. Wir wissen ja alle, dass sie klassischerweise die Zeit zwischen zwei Austragungen der Olympischen Spiele benannte. Oder glauben es zu wissen. Zumindest habe ich es so gelernt. Wikipedia, aber wer ist schon Wikipedia, sieht es einerseits auch so, andererseits „beginnt sie mit der Eröffnung Olympischer Spiele und endet mit dem Moment, in dem die Folgeolympiade einsetzt“ – was also hieße (aber wie gesagt: Wikipedia), dass auch die Spiele selbst Teil der Olympiade wären, d.h. nix mit „zwischen“.

    In der Neuzeit hat man die Definition etwas abgewandelt, das IOC sagt in seiner Charta:
    „Bye-law to Rule 6
    An Olympiad is a period of four consecutive calendar years, beginning on 1 January of
    the first year and ending on 31 December of the fourth year.“

    Gemäß beiden Definitionen liegen also die Olympischen Spiele jeweils innerhalb einer Olympiade, im einen, klassischen Fall ganz zu Beginn, im anderen, heute offiziell gültigen, in der Regel ein paar Monate nach Beginn der Olympiade.

    Bliebe der Fall „zwischen“, den wir irgendwann gelernt haben und für den es bestimmt irgendwo Belege gibt. Dann lägen die Olympischen Spiele und damit die in der ersten Strophe genannten paar Tage tatsächlich nicht innerhalb der jeweiligen Olympiade.

    Mit einer kleinen Einschränkung: sofern wir von den Sommerspielen reden. Die Winterspiele sind erstens eine Erfindung der Neuzeit, dürften also gar nicht so viel mit der klassischen Definition der Olympiade zu tun haben, und zweitens liegen sie seit 1994 stets relativ mittig in der jeweiligen Olympiade, gemäß welcher Definition auch immer.

    Sollte es sich bei der gesuchten ersten Sportlerin also um eine handeln, die bei Winterspielen aktiv ist oder war, und sollte die mediale Aufmerksamkeit außerhalb dieser Spiele in der Tat sehr gering sein, so dürfte man wohl guten Gewissens sagen, dass das Interesse innerhalb einer jeden Olympiade nur ein paar Tage lang eher hoch sei – während der Winterspiele.

    (So wie, aber das nur am Rande, innerhalb einer jeden Olympiade in aller Regel eine Fußballweltmeisterschaft, eine Bundestagswahl und ein 29. Februar liegen.)

    Dass ich natürlich mit dem reimseitig hilfreichen Begriff der Olympiade auf Olympische Spiele hinweisen wollte, gebe ich gerne zu.

    Und selbstredend bin ich offen für überzeugende Gegenargumente.

  13. puuh – das lese ich zum verständnis gleich noch einmal, wiewohl ich einräume, scherzend zu eben diesem goldverdächtigen olympiade-erklärungsmarathon ihrerseits (chapeau!) beigetragen zu haben.
    olympia ist für mich ohnehin immer meine erste schreibmaschine.

  14. Vier Tage tappte ich im Dunkeln,
    kein Plan, keine funkeln-
    den Ideen, keine Lösung, nie.
    doch heut, ganz klar: die Jie
    Schöpp und die Andrea am Wischer.
    Meine Zeit komt jetzt, ganz sischer.

  15. Zur Technik ist leider nicht alles gesagt, für den Moment allerdings schon, zur Olympiade wird nie alles gesagt sein, aber man könnte es gewiss weniger umständlich tun als ich, nicht wahr, Herr Twain, Herr Hirnwindungen?

    Zum Schwierigkeitsgrad ist auch alles gesagt: Es war (zu) leicht. Entnehme ich den Kommentaren, vernahm ich hier und dort. Was daran liegen mag, dass jene paar Tage, an denen die erste Protagonistin oder ihre KollegInnen im Rampenlicht stehen, seit einiger Zeit ziemlich zelebriert werden. Jene Protagonistin übrigens, der seit recht langer Zeit, Herr @sport_thies erinnerte daran, eine gewisse Ähnlichkeit mit Oliver Kahn nachgesagt wird. (Verstehste, @ChrisPrech, drum kennt man die.)

    Die heißen Feger erhitzen – total subtil, ne? – in erster Linie das Eis, auf dem Steine bewegt werden. Und Andrea Schöpp, so heißt die langjährige Skip (weibliche Form?) der deutschen Curlerinnen, zeichnete auch tatsächlich für eine olympische Goldmedaille verantwortlich, wenn auch nur beim Demonstrationswettberb 1992.

    Ihre Namensbase Jie Schöpp hieß natürlich nicht immer so, wie Herr Rebiger korrekt anmerkte, und sie spielte, schmetternd, trotz der in China im Sande verlaufenen Karriere nicht Beachvolleyball (Wie sind die Chinesinnen da so?), sondern Tischtennis und wurde vor wenigen Jahren Bundestrainerin.

    @timokles72, rebiger, mark twain, Felix:
    Na also, geht doch! Dann können wir morgen jetzt wieder zum normalen Schwierigkeitsgrad … ah, Verzeihung, Faden verloren.
    Und Danke für die wunderbaren Reime. Oder Fußballvergleiche …
    (Ach, und Felix: Den Test hielt ich für verzichtbar, veröffentlichungsmäßig…)
    @Feix: Es ist ein stetes Rätsel. (Zugegeben: Ich hatte das heute ursprünglich für schwieriger gehalten. Und vermutlich deshalb zumindest zur ersten Sportart arg klare Hinweise gegeben.
    @sternburg: Einverstanden: Den Namen der Curling-Trainerin wusste ich auch noch nie …
    @faouzi: Der Röhrling. Das sind die Reime, von denen man hier träumt.
    @Christoph Maier: Googeln kommt in den besten Familien vor.

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