drei/zwanzigsechzehn

Der Mann bewegt sich auf der schiefen Bahn
und hat – nun seien Sie nicht irritiert –
auf diesem Weg olympisch triumphiert,
alleine und im Team von Kilian.

Auch ihr hat es Olympia angetan
ist fünfmal, so sie wollte, einmarschiert,
ward einmal auch mit Bronze dekoriert.
(Die Freude wirkte eher subkutan.)

Er war ein Kraftprotz, mancher sagte: Bär,
ein zierliches Persönchen indes sie –
die große Vielfalt hat die zwei verbunden.

Auf Holz wie auf Asphalt brillierte er.
Sie sprang derweil. Und warf. Und stieß. Und wie
zum Trotz lief sie dann auch noch ein Paar Runden.
______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.
(Falls ich es technisch hinbekommen habe.)

12 Gedanken zu „drei/zwanzigsechzehn

  1. Gregor und Sabine Braun.

    Ich möchte Sabines leichte Unterkühltheit immer sehr gerne. Die fühlte sich nicht so wohl im Rampenlicht, so mein Gefühl.

  2. Farbmetrisch wird eine Farbe als Braun bezeichnet, wenn sie durch Abmischen von Rot mit Grün (Rötel) oder von Rot mit Grün und Schwarz (Umbra) entstanden ist. Braun ist eine gebrochene Farbe.
    Im Adventskalender handelt es sich übrigens um Gregor und Sabine Braun

  3. Das große braune Trio der deutschen Sportgeschichte: Gregor, Sabine und Egidius. Wobei letzterer nicht gesucht war.

    Eine andere bekannte Deutsche des gleichen Namens lassen wir lieber unerwähnt.

    (Disclosure: meine Großmutter väterlichseits trug auch diesen Mädchennamen.)

  4. Der heut‘ gesuchte Name ist nicht grade selten,
    benennt Rasierer, Führerbraut und Studio.
    Als Farbe mag er als Symbol für Faschos gelten,
    und auch ein Fernseh-Pater hieß dereinst schon so.

    Doch Geistliche sind garantiert hier nicht das Thema,
    auch Politik und Komik sind die falsche Schiene.
    Hier geht es um den Sport, das ist nunmal das Schema.
    Und da komm’n nur in Frage Gregor und Sabine.

  5. kapitulation. ich schreibe das bedrückt.
    twain, was ist nur los mit ihnen?
    hab nur die sportarten rausgekriegt,
    für namen müsste ich google bedienen.
    (was sich ja nicht schickt)

  6. Alles wie erwartet, auch samstags. Kollege Thies war erster, Antwort hingerotzt, kennt man ja (sagt zumindest er), Herr Rebiger trägt im Brustton der Überzeugung eine nicht hundertprozentig richtige Antwort vor (find ich gut!), und der ehrenwerte Mr. Twain verweigert sich Google.

    Die richtige Antworte lautete, die meisten wussten’s (oder haben’s auch mal ergoogelt, das ist schon ok), in Kurzform: Braun. Radfahrer Gregor, der „Bär von der Weinstraße“, in den 70ern Teil des sogenannten Kilian-Vierers, Doppel-Olympiasieger 1976 auf der Bahn, später auch auf der Straße erfolgreich, wenn auch nicht in diesem Maße. Und Siebenkämpferin Sabine, Weltmeisterin 1991, Olympiadritte 92. Nicht übertrieben extrovertiert, oder eben unterkühlt, wie Herr Thies schreibt. Irgendwo las ich „spröde“.

    Wenn ich das sagen darf: Ich mochte die „schiefe Bahn“ ganz gern, die allerdings auch recht rasch den rechten Weg zur ersten Sportart gewiesen haben dürfte?

    @0711jmo2: Erklärst Du mir bei Gelegenheit die Sache mit den gebrochenen Farben?
    @nurdertim: Egidius, Mensch! Wie konnte ich den vergessen?
    @Faouzi: Ganz wunderbar, vielen Dank!
    @Sascha: Nun ja. Frau Fiedler hat sich dann doch eher aufs Laufen spezialisiert, und auch dort eher nicht auf das „Paar Runden“, das Frau Braun zum Schluss absolvierte.
    @Mark Twain: Umso schöner, dass Sie dennoch kommentieren.

    Allen vielen Dank fürs Mitmachen, Dank auch für die Komplimente!

  7. Gestern keine Zeit fürs Rätselslaufen,
    nur Berg auf und ab gelaufen.

    Der Gregor ist auch Berg auf und ab,
    allerdings mit dem Rad.

    Sabine hingegen hat es siebenmal getrieben,
    bis ihr Schweiß schwarz, sorry, braun vor Augen runterliefe.

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