zehn/zwanzigfünfzehn

Durch Zufall wird bei einem Schulhofzwist
sein ausgesprochenes Talent erkannt:
Zum ersten Mal nimmt er ihn in die Hand
und spürt direkt, wie er zu händeln ist.

Erweckend ist’s, wie wenn man erstmals küsst.
Er fühlt ihn gleich, und führt ihn dann brillant.
Die Lehrerin kommt staunend angerannt –
ne Szene, die man nicht so schnell vergisst.

Indes, beim ersten echten “Feindkontakt”
wird’s hektisch und läuft überhaupt nicht rund:
Der Stiel verweigert sich, er zickt und spackt.

Nach wildem Schütteln öffnet er den Schlund,
dann taucht er ab, und schon – ich glaub, es hackt –
ist dieses Ding – der Schnatz – in seinem Mund.

(Verzeihung.)

 

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Hintergründe zum Kalender.
Kommentare zu Sportart und Identität wären schön.
Bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

22 Gedanken zu „zehn/zwanzigfünfzehn

  1. Hehe, Harry Potter im Quidditch. Aber das ist doch wirklich kein Sport. Ein Spiel, in dem es im Prinzip für einen Sieg nicht darauf ankommt, wie viele “Tore“ die Mannschaften schießen, sondern wer zum Schluss den Schnatz fängt… Bescheuerte Spielregel.

  2. Oh, heute eine ausgedachte Sportart? Harry Potter. Quidditch. (Ich lackiere mir nicht die Wimpern, für falls ich nachher heulen muss, weil du in echt einen Eishockeytorwart meintest.)

  3. Harry Potter? Nie eine Zeile gelesen. Aber da ich lange von einem „Sportler“ aus Fleisch und Blut ausgegangen war, war ich dann doch lange auf der falschen Fährte (und bin es jetzt noch, sollte Harry Potter nicht die richtige Lösung sein).

  4. tippe mal auf bowling
    denn das reimt sich ja auf rowling.

    row wie rudern ist’s aber auch nicht,
    aber nur so funktioniert das gedicht.

    twain, jetzt wird es furchtbar wirr,
    weise ihnen gleich die dumbledoor,
    und krame nun die lösung vor:
    es geht um potters harry hier.

  5. Bis zur letzten Zeile keinen Durchblick, als hätte ich Regen auf der Brille, welcher Sport (Golf? Tennis? Kampfsport?) dir hier vorschwebte (Wingardium Leviosa). Beim Stichwort Schnatz trifft es mich dann aber natürlich wie ein Klatscher. Wie ein Blitz merke ich, ich Erinnermich. ZAG – Prüfung bestanden, 50 Punkte für Bremenclaw.
    Harry Potter spielt Quidditch.

  6. Tja. Fiktiv. Schulsport. Mannschaftssportler. Anzüglich. Alles anders. Dennoch: Harry Potter, Quidditch. (Ja, ich weiß: Muggel-Quidditch ist medial grad ziemlich heißer Scheiß.)

    Tolle Kommentare, danke, mit Potter-, Rowling-, Quidditch-Bezug. Hübsch auch die vorbeugenden Hinweise auf mögliche Irrtümer. Will sich ja niemand zum Affen machen, ne?

    Und hey, Nedfuller, für Harry braucht man sich nicht zu genieren.
    @Asgeirsson: Ganz so ist es ja nicht, was Du vermutlich auch weißt. Wer vorher hinreichend punktet, dem kann der Schnatz, oder eben Snitch, egal sein.

    1. @heinzkamke Der Snitch bringt allerdings so viele Punkte, das er halt doch meistens das Match entscheidet. Nachzulesen u.a. in „Quidditch through the ages“ 😉 #scnr

      1. No need to be sorry. Und ja, ist mir natürlich klar. Bin jedoch schon öfter dem Irrglauben begegnet, der Snitch entscheide das Spiel per defitionem.

    2. Ja, war mir schon klar. Deshalb mein einschränkendes ‚im Prinzip‘ . Aber auch beim einem 160 Punkte-Vorsprung ergibt sich eine blöde Spielkonstellation: Plötzlich muss die unterlegene Mannschaft verhindern, dass sie selbst und der Gegner den Schnatz fängt. Immerhin scheint im Real-Life-Muggel-Quidditch Bonus auf 30 Punkte reduziert zu sein. Klingt deutlich realistischer.

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